Sonnenstromanlagen auf Dächern von Wohnblocks in Pößneck-Ost

Pößneck/Triptis  Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft Pößneck/Triptis mbH (GWG) verpachtet in einem ersten Schritt mehr als 2200 Quadratmeter Dachfläche.

Blick auf die Komsolar-Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle in Großengottern (Unstrut-Hainich-Kreis). So ähnlich soll es im Sommer 2021 auch auf den Dächern dreier GWG-Blocks in Pößneck-Ost aussehen.

Blick auf die Komsolar-Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle in Großengottern (Unstrut-Hainich-Kreis). So ähnlich soll es im Sommer 2021 auch auf den Dächern dreier GWG-Blocks in Pößneck-Ost aussehen.

Foto: Peter Michaelis

Auf den Dächern dreier Blocks der kommunalen Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft Pößneck/Triptis mbH (GWG) werden 2021 Sonnenstromanlagen installiert. Das bestätigte GWG-Geschäftsführer Ingo Kruwinnus auf Nachfrage.

Die Wohnungsgesellschaft werde allerdings nicht selbst in die Stromproduktion einsteigen. Vielmehr verpachte sie nur die in Frage kommenden Flächen auf ihren Gebäuden. So werden der Komsolar Service GmbH, einer Tochtergesellschaft der Thüringer Energie AG, in einem ersten Schritt etwas mehr als 2200 Quadratmeter Dachfläche in der Julius-Fucik-Straße in Pößneck-Ost zu Nutzung überlassen – natürlich gegen ein Entgelt.

"Ein Beitrag zum Schutz unserer Umwelt"

Über die Höhe der Pacht wollte sich Ingo Kruwinnus nicht äußern. Die Einnahmen seien da auch nicht die Hauptsache, meinte er. „Für uns ist der ökologische Aspekt, der Beitrag zum Schutz unserer Umwelt durch die Abschöpfung des Potenzials an erneuerbaren Energien wichtiger“, sagte er.

Die Komsolar dürfe die Dachflächen in der Julius-Fucik-Straße zwanzig Jahre lang bewirtschaften. Seien die Module einmal installiert, würden die Mieter die Stromfabrik auf ihrem Dach gar nicht merken. Nach und nach sollen weitere GWG-Objekte in Pößneck, außerdem Gebäude in Triptis mit Photovoltaikanlagen bestückt werden.

"Bau und Betrieb solcher Anlagen den Profis überlassen"

Warum will die GWG den Sonnenstrom nicht selbst produzieren? „Wir wollen uns mal nicht verzetteln“, antwortete Kruwinnus. Mit dem Kerngeschäft habe man genug zu tun. Man überlasse den Bau und Betrieb solcher Anlagen lieber Profis, die auch die Risiken des wetterabhängigen Wirtschaftszweiges zu tragen hätten.

„Von der Planung über die Installation, den Betrieb und die Wartung bis hin zu Monitoring und Störungsmanagement – wir verwirklichen Ihren Traum von der eigenen Photovoltaikanlage und damit Unabhängigkeit bei der Stromproduktion“, heißt es in einer Vorstellung der Komsolar Service GmbH. Sie arbeitet sowohl mit Privatleuten, als auch mit Firmen und Kommunen zusammen. Unter den Referenzen der Teag-Tochtergesellschaft sind aus dem Saale-Orla-Kreis unter anderem Objekte in Mittelpöllnitz und Dobareuth zu finden.