Spatenstich fürs zweite Wander-Drehkreuz in Untereichenstein

Frankenwaldverein lässt "Deutsches Wanderdrehkreuz im Frankenwald" erbauen. Einweihung am 8. November geplant.

Symbolischer Spatenstich für das Deutsche Wanderdrehkreuz im Frankenwald am Grünen Band in Untereichenstein / Blankenstein. Foto: Karl-Heinz Putzmann

Symbolischer Spatenstich für das Deutsche Wanderdrehkreuz im Frankenwald am Grünen Band in Untereichenstein / Blankenstein. Foto: Karl-Heinz Putzmann

Foto: zgt

Blankenstein. Nachdem Blankenstein schon seit Jahren am Selbitzplatz ein Drehkreuz des Wanderns etablierte, folgte nun am Dienstag am anderen Selbitz-Ufer in Untereichenstein der symbolische Spatenstich fürs "Deutsche Wanderdrehkreuz im Frankenwald". Initiator dieses sehr symbolträchtigen Baues ist der in Naila ansässige Frankenwald-Verein. Dessen Hauptvorsitzender Robert Strobel würdigte im Beisein von Vertretern der Kommunalpolitik beiderseits der thüringisch-bayerischen Ländergrenze den besonderen Aspekt dieses Vorhabens just 25 Jahre nach dem Fall des hier einst verlaufenden Eisernen Vorhanges. Denn am 8. November - einen Tag vor den so geschichtsträchtigen Worten des SED-Politbüro-Mitgliedes Günter Schabowski - wird dieses Drehkreuz eingeweiht, blickte Strobel voraus.

Damit entsteht in Sichtweite der kunstvoll geformten Stele inmitten des mit viel staatlicher Förderung gestalteten Selbitzplatzes nun ein zweites Wander-Drehkreuz. An beiden Standorten - verbunden mit der hölzernen Selbitz-Brücke - wird auf unterschiedlich gestaltete Art und Weise auf die Premium-Wanderwege aufmerksam gemacht, die sich hier am "Grünen Band" ein Stelldichein geben: Der 168 km lange Rennsteig von Hörschel nach Blankenstein, der Frankenweg von Harburg in der Schwäbischen Alb nach Untereichenstein (520 km), der Fränkische Gebirgsweg von Hersbruck nach Untereichenstein (420 km ) und der 289 km lange Kammweg vom Erzgebirge nach Blankenstein. Dass sich hier zertifizierte Wanderwege kreuzen, ist wahrlich ein einmaliger und sehr heraushebenswerter Umstand für Deutschlands Wander-Kultur.