Stadt Ranis beteiligt sich nicht an möglicher Landesgartenschau 2028

Ranis.  Bei einer möglichen Landesgartenschau 2028 in der Orlasenke soll es thematische Angebote wie Burg und Wisente in Ranis geben

Schloss Brandenstein im Oktober

Schloss Brandenstein im Oktober

Foto: Mario Keim

Die Burgstadt Ranis beteiligt sich nicht als Ausrichter an einer möglichen Landesgartenschau 2028 in der Orlaregion. Das beschlossen die Stadtratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung mit klarer Mehrheit.

Der ursprüngliche Beschluss der Freien Wähler sah vor, sich den Bewerbern Pößneck, Neustadt und Triptis anzuschließen. In diesen Städten hatte es bereits im September in den Stadtparlamenten Beschlüsse gegeben, nach denen sich die drei Kommunen gemeinsam für die Ausrichtung des landesweiten Großereignisses bewerben. Bis zum 31. Dezember muss die Bewerbung in Erfurt vorliegen. Die Bewerbungskosten von 9000 Euro teilen sich die Städte, unabhängig von ihren Einwohnerzahl, zu jeweils 3000 Euro.

Langzeitwirkung mit Verbesserung der Infrastruktur

Stadtratsvorsitzender Marcus Pavel, für die Freien Wähler Ranis im Stadtrat, begründete den Antrag seiner Fraktion damit, dass eine Landesgartenschau mit Schauplatz Ranis die „Chance auf eine weitere Entwicklung“ der Kommune bedeute und begründete dies mit einer Verbesserung der Infrastruktur. Von einer solchen Ausrichtung gehe eine „Langzeitwirkung“ aus, sagte das langjährige Stadtratsmitglied. Mit dem Beschlusstext folge die Fraktion der Freien Wähler dem Votum aus der vergangenen Stadtratssitzung.

Finanzielle Beteiligung an Bauvorhaben

Allerdings nahm Bürgermeister Andreas Gliesing (parteilos) dem Vorschlag der Freien Wähler schnell den Wind aus den Segeln. Er berichtete von Gesprächen mit seinem Pößnecker Amtskollegen Michael Modde (parteilos), der ihm und der Stadt Ranis von einer Bewerbung abgeraten habe. Aus Sicht von Modde käme das für Ranis nicht in Frage, berichtete Andreas Gliesing.

Neben der finanziellen Beteiligung an Bauvorhaben müsste die Stadt Ranis zusätzlich in eine noch zu gründende GmbH eintreten. „Deshalb verbietet es sich, dass wir als Antragssteller auftreten“, sagte das Raniser Stadtoberhaupt.

Thematisch in Landesgartenschau eingebunden

Die Stadt Ranis wolle sich nunmehr thematisch einbringen, sollte es in acht Jahren im Altkreis Pößneck eine zweite Landesgartenschau geben. Dem inhaltlich neu gefassten Beschluss der Freien Wähler stimmten zwölf Stadtratsmitglieder bei einer Enthaltung zu.

Genannt wurden in der Sitzung die Themenschwerpunkte Burg und Wisentgehege. Der Beigeordnete Alexander Dahl (Freie Wähler) werde die Interessen und Angebote der Stadt Ranis in möglichen Gesprächen kommunizieren und gilt als Ansprechperson.