Acht Bewerber um die Thüringer Landesgartenschau 2028

Pößneck/Erfurt.  Vier Städte und vier interkommunale Gemeinschaften aus allen Teilen des Freistaates sind im Rennen.

Blumenschmuck vor dem Rathaus in Neustadt/Orla. Das Orlatal-Trio Pößneck, Neustadt und Triptis ist mit sieben weiteren Bewerbern offiziell im Rennen um die Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2028.

Blumenschmuck vor dem Rathaus in Neustadt/Orla. Das Orlatal-Trio Pößneck, Neustadt und Triptis ist mit sieben weiteren Bewerbern offiziell im Rennen um die Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2028.

Foto: Marius Koity

Um die Landesgartenschau 2028 sind bis zum 31. Dezember 2020 und damit fristgerecht insgesamt acht Bewerbungen eingegangen. Das teilte das zuständige Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am Dienstag auf Anfrage mit.

Bei den acht Kandidaten handelt es sich um vier Städte und vier interkommunale Gemeinschaften. So wollen Altenburg, Arnstadt, Bad Frankenhausen und Hildburghausen die übernächste Landesgartenschau ausrichten. Im Rennen sind aber auch Bad Salzungen und Bad Liebenstein im Duo, die Städte Pößneck, Neustadt und Triptis im Dreierpack, die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Entwicklung Oberzentrum Südthüringen“ mit den Städten Suhl, Zella-Mehlis, Schleusingen und Oberhof sowie der Zweckverband „Allianz Thüringer Becken“ mit Sömmerda, Buttstädt, Kindelbrück, Rastenberg und Straußfurt.

Im vergangenen Jahr wurde zeitweilig auch in Eisenberg und Umgebung sowie in Weida über eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2028 diskutiert. Bad Tabarz, Friedrichroda und Walterhausen hatten ebenfalls Ambitionen.

Zweite Stufe der Bewerbung bis Ende Oktober 2021

In der zweiten Stufe der Bewerbung um die Landesgartenschau sind dem federführenden Ministerium bis 31. Oktober 2021 erweiterte Unterlagen wie eine Machbarkeitsstudie, eine Kostenschätzung und ein Finanzierungsplan vorzulegen. Erwartet wird auch eine Nachhaltigkeitsbetrachtung.

Im vierten Quartal 2021 schaut sich eine Auswahlkommission der Landesregierung vor Ort in den Bewerberstädten und -regionen um. Mit der Vergabe der Landesgartenschau 2028 sei im zweiten Quartal 2022 zu rechnen. Die Städte und Regionen hätten damit knapp sechs Jahre Zeit, um die in der Regel rund sechsmonatige Ausstellung vorzubereiten.

Pößneck hat im Jahr 2000 mit dem Leitmotiv „Alte Mauern, neuer Charme“ die erste Landesgartenschau im Freistaat veranstaltet. Es folgten 2004 Nordhausen („Die neue Mitte“), 2015 Schmalkalden („Gartenzeitreise“) und 2017 Apolda („Blütezeit“). In Leinefelde-Worbis wird 2024 „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ das Motto sein. 2028 würde die sechste Landesgartenschau stattfinden. Seit Pößneck fand keine weitere Großveranstaltung dieser Art in Ostthüringen statt.

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