Titeltraum von Julian Puffe in der IDM Superbike ist ausgeträumt

Assen  Während sich sein Teamkollege Ilya Mikhalchik in Assen den Titel in der deutschen Königsklasse sichert, erlebt Julian Puffe wie schon in Most ein Rennwochenende zum Vergessen. Gleich im ersten Training stürzte er schwer.

Die wage Hoffnung, in der IDM-Superbike zum Titel zu fahren, muss Julian Puffe endgültig begraben. Ausgehend von einem schweren Trainingssturz klappte beim schnellen Schleizer in Assen wenig bis gar nichts.

Die wage Hoffnung, in der IDM-Superbike zum Titel zu fahren, muss Julian Puffe endgültig begraben. Ausgehend von einem schweren Trainingssturz klappte beim schnellen Schleizer in Assen wenig bis gar nichts.

Foto: Jürgen Müller

Der Traum vom Meistertitel in der IDM Superbike 1000 ist für Julian Puffe nach einem achten und neunten Platz im niederländischen Assen endgültig ausgeträumt. Fast nahtlos setzte sich die Pechsträhne des Schleizers fort, die in zweiten Saisonhälfte begann. Den Kampf um die Krone der deutschen Königsklasse hat sein Teamkollege Ilya Mikhalchik mit zwei Siegen am vergangenen Wochenende zu seinen Gunsten entschieden. Mit 76 Zählern liegt der Ukrainer vor dem letzten beiden Rennen in Hockenheim uneinholbar von Julian Puffe in Front.

Bereits im ersten freie Training sollten sich die Hoffnung auf den Titel in Luft auflösen. „Die weiße Linie zwischen Kurve eins und zwei war noch nicht vollständig abgetrocknet. Nach fünf Runden erwischte ich genau diese Linie beim Beschleunigen und wurde im hohen Bogen vom Motorrad geschleudert. Ich prallte unsanft auf den Asphalt und musste noch einige Zeit aufgrund der Schmerzen liegen bleiben. Das Motorrad war komplett zerstört und ich landete im Medical-Center“, so Pechvogel Puffe.

Keinerlei Daten für Abstimmung des Motorrads

Ohne eine verwertbare Runde gefahren zu sein und ohne Daten für die Abstimmung, ging es dann am Samstag in das erste Qualifying. Nach einer Nachtschicht für die BMW-Mechaniker stand dem Schleizer ein komplett neues Motorrad zur Verfügung. „Auf halb nasser und halb trockener Strecke musste ich versuchen, meinen Rhythmus zu finden. Die letzten fünf Minuten war die Strecke fast trocken und ich ging auf einem neuen Reifen auf Zeitenjagd. Während alle Gegner ihre Zeiten um mehrere Sekunden verbessern konnten, fiel ich noch auf meiner Out-Lap wegen einer defekten Hinterradbremse aus“, berichtet Julian Puffe weiter. Das zweite Zeittraining fiel komplett ins Wasser und so musste er sich mit dem ungewohnten 16. Startplatz zufriedengeben.

Für das erste Rennen standen weder Daten, noch eine Abstimmung für das Motorrad zur Verfügung. Trotzdem gelang dem Schleizer ein guter Start. Jedoch bemerkte der BMW-Pilot sofort, dass weder Fahrwerk noch Elektronik und Übersetzung passten. Platz acht war unter diesen Umständen noch ein achtbares Ergebnis, gleichzeitig standen nach diesem Lauf endlich die ersten brauchbaren Daten zur Verfügung.

BMW lässt sich kaum noch steuern

Im zweiten Rennen kämpfte er sich schnell auf Rang sieben nach vorn. Doch nach nur fünf Runden machte sich ein technischer Defekt an der Lenkung bemerkbar. „Das Fahren der Maschine war fast unmöglich und ich dachte bereits darüber nach, in die Box zu fahren. Unter diesen Umständen muss ich mit dem neunten Rang zufrieden sein“, bemerkt Puffe weiter.

Und während der Schleizer erneut ein Rennwochenende zum Vergessen erlebte, fuhr Teamkollege Mikhalchik seine Saisonsiege Nummer neun und zehn ein, die ihm zur vorzeitigen Titelverteidigung genügen. „Nach den zwei technisch bedingten Ausfällen in der Saison tut es gut, jetzt vorzeitig den Titel verteidigt zu haben. Ich bin im ersten Lauf nicht am Limit gefahren und hatte alles unter Kontrolle. In Hockenheim kann ich mit den Gegnern spielen“, sagte der große Dominator gegenüber idm.de.

Hoffnung ruht auf Langstrecken-WM

Noch eine Woche vor dem Saisonfinale geht es für Mikhalchik wie für Puffe aber erst einmal in Le Castellet weiter. Auf der französischen Rennstrecke „Paul Ricard“ steht der Saisonauftakt der Langstreckenweltmeisterschaft 2019/20 an. Gemeinsam mit dem Franzosen Kenny Foray bestreiten die beiden 23-Jährigen im BMW Motorrad World Endurance Team das 24-Stunden-Rennen.

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