Kommunalpolitik

Tömmelsdorf erfährt von Erdraketen und Bauprojekten

Tömmelsdorf-Wüstenwetzdorf.  In einer Einwohnerversammlung präsentiert die Telekom den Stand des Breitbandausbaus

Die Telekom schließt ein neues Multifunktionsgehäuse im Rahmen des Breitbandausbaus an. In Tömmelsdorf stehen die Geräte bereits.

Die Telekom schließt ein neues Multifunktionsgehäuse im Rahmen des Breitbandausbaus an. In Tömmelsdorf stehen die Geräte bereits.

Foto: Martin Schöne / Martin Lücke

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Um Punkt 19.30 Uhr startete am Donnerstag im Klub der Gemeinde in Wüstenwetzdorf die Gemeindeversammlung von Tömmelsdorf, zu der Bürgermeister Rainer Faulwetter verschiedene geplante Bauprojekte erläuterte. Direkt im Anschluss an die öffentliche Sitzung strömten noch mehr Bewohner ins Klubhaus, denn im Rahmen einer Einwohnerversammlung sollte der Stand des Breitbandausbaus für Tömmelsdorf vorgestellt werden. Es wurde ein informativer Abend, der neben interessanten Details – wie der Funktion einer Erdrakete beim Verlegen unterirdischer Kabel – auch umfangreiche Gespräche zum schnellen Internet zu bieten hatte. Denn damit soll es in Tömmelsdorf und dem Ortsteil Wüstenwetzendorf noch in diesem Jahr endlich soweit sein, erläuterten sowohl der Bürgermeister als auch der Regio-Manager Infrastrukturvertrieb der Deutschen Telekom, Armin Geißler.

Maßnahmen an Straßen, Klubhaus und Haltestellen geplant

Doch zunächst standen zur Gemeinderatssitzung offizielle Pflichten auf der Tagesordnung. So erhielt der Beigeordnete Kevin Wohlfarth die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten der Gemeinde überreicht. Weitere Ratsmitglieder wurden ebenfalls mit Schriftstücken bedacht. Daneben kündigte Rainer Faulwetter verschiedene Projekte an. So sei es etwa gelungen, mittels Ausschreibung eine sächsische Firma für Ausbesserungsarbeiten mit anschließender Oberflächensanierung für die Straße im Bereich der Denkmalkreuzung zu gewinnen. Er denke aber, es könne sinnvoll sein, mit der etwa 8000 Euro kostenden Maßnahme bis zum Frühjahr zu warten. Dem Ratsmitglied Jens Pöhlmann dankte Faulwetter für freiwillige Sanierungsarbeiten im Klub der Gemeinde. Auch hier seien im Haushaltsplan weitere Maßnahmen vorgesehen, etwa bei den Sanitäranlagen. Zwei Buswartehäuschen im Gemeindegebiet sollen einen barrierefreien Ausbau nach EU-Norm erfahren. „Die jährliche Kontrolle des Spielplatzes hat ergeben, dass diese den Anforderungen entsprechen“, verkündete Rainer Faulwetter und empfand es als Bestätigung der früheren Entscheidung, hier auf gutes und teures Spielgerät gesetzt zu haben. „Das hält viele Jahre.“

Diskussion über Winterdienst

Kurze Diskussionen löste die Winterdienstfrage aus, besonders angesichts der Sorge, dass bei größeren Schneefällen die Gemeindestraße in Richtung Leubsdorf nicht mehr befahrbar sein könnte. „So lange wir Geld haben, lassen wir die Straße räumen“, sagte Faulwetter, verband dies aber mit Kritik am Landratsamt, das der Gemeinde die Verantwortung für die Straße überlassen hatte. Sollten die Mittel für die Räumung nicht mehr reichen, könne das Konsequenzen für den Schülerverkehr auf der Strecke haben, merkte nicht nur der Bürgermeister kritisch im Klubhaus an.

Die neuen Möglichkeiten der Breitbandanschlüsse

Ab 20 Uhr war es an Telekom-Mann Armin Geißler, den Gästen umfangreich die neuen Möglichkeiten der bald verfügbaren Breitbandanschlüsse zu erläutern. Mit einigem Interesse verfolgten die Bewohner die Präsentation, stellten gezielt Nachfragen. Im Verlauf der Einwohnerversammlung zu diesem Thema wurde recht schnell deutlich, dass nicht wenige Bürger von Tömmelsdorf und Wüstenwetzdorf schon lange auf einen zeitgemäßen Anschluss ans weltweite Netz warten. „Es war 100-prozentig ein guter Abend“, sagte Geißler am nächsten Tag über die erste Auflage dieser Informationsabende in der Region. Weitere sollen in vielen Orten folgen, die noch in diesem Jahr einen Anschluss erhalten sollen. „Ich bin erst halb elf nach Hause gefahren“, so Geißler.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren