Triptis: Den Rucksack voll mit tollen Büchern

Triptis.  Die Triptiser Bibliothekarin Martina Lange wird mit lieben Worten und schönen Anekdoten der Kollegen verabschiedet.

Mit einem Glas Sekt verabschiedeten sich die Kollegen von Bibliothekarin Martina Lange (rechts). Julia Kühn (links) wird ihre Nachfolgerin.

Mit einem Glas Sekt verabschiedeten sich die Kollegen von Bibliothekarin Martina Lange (rechts). Julia Kühn (links) wird ihre Nachfolgerin.

Foto: Caroline Reul

Gegen 10 Uhr machte sich am Mittwoch nahezu die gesamte Triptiser Verwaltung einmal quer über den Markt auf den Weg zum Bürgerhaus. Geschlossen wollten sich die Mitarbeiter noch einmal von Bibliothekarin Martina Lange verabschieden, die am heutigen Donnerstag ihren letzten Arbeitstag hat, bevor sie in den Ruhestand geht. „Einen ganz herzlichen Dank noch einmal für die geleistete Arbeit“, fasste es Bürgermeister Peter Orosz schlicht und ergreifend zusammen.

Nachdem die offizielle Verabschiedung schon im Stadtrat erfolgt war, erlaubte es der gemütliche Rahmen, ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen.

„Sie hat ein unheimliches Fachwissen“, sagte Heidrun Voigt, die lange Jahre im Hauptamt und als Kämmerin in Triptis tätig war, bevor sie 2016 in Rente ging. Auch sie war gekommen, um der ehemaligen Kollegin alles Liebe zu wünschen. „Sie kennt sich überall aus – in der Trivialliteratur ebenso wie bei den anspruchsvollen Dingen und in der Gegenwartsliteratur“, fügte sie an.

Blindes Vertrauen

Jedes Jahr sei Martina Lange zur Buchmesse gefahren und besonders engagiert gewesen, wenn es darum ging, selbst Finanzierungsmöglichkeiten für die Bibliothek zu finden.

Nicolle Höhn-Rachold hatte stets blindes Vertrauen in die Bibliothekarin – und wurde nie enttäuscht. „Wenn ein Urlaub anstand, bin ich mit einem Rucksack hergekommen und habe sie gebeten, etwas für mich und die Kinder einzupacken“, erzählte die Mitarbeiterin der Kämmerei und fügte hinzu: „Sie hatte das Talent, immer die richtigen Bücher auszusuchen. Das macht eine Bibliothek aus.“

„Ich durfte meinen Traumberuf ausüben“, sagte die sichtlich gerührte Martina Lange und geht nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge.