Großer Bahnhof für nagelneues Feuerwehrfahrzeug in Triptis

Triptis.  Die Stadt Triptis nimmt ein etwa 490.000 Euro teures Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 in Dienst.

Maschinist Thomas Liebich fährt mit Hilfe einer Fernbedienung den Lichtmast des HLF 20 aus, der Einsatzstellen mit mehreren Scheinwerfern aus sechs Metern Höhe ausleuchten kann. Zahlreiche Triptiser Feuerwehrleute empfingen ihr neues Fahrzeug, das am Freitag kurz nach 16 Uhr auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses mit feierlichem Tatütata vorfuhr.

Maschinist Thomas Liebich fährt mit Hilfe einer Fernbedienung den Lichtmast des HLF 20 aus, der Einsatzstellen mit mehreren Scheinwerfern aus sechs Metern Höhe ausleuchten kann. Zahlreiche Triptiser Feuerwehrleute empfingen ihr neues Fahrzeug, das am Freitag kurz nach 16 Uhr auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses mit feierlichem Tatütata vorfuhr.

Foto: Marius Koity

Genau 51 Einsatzkräfte zählt zurzeit die Freiwillige Feuerwehr Triptis. Und mindestens die Hälfte davon fand sich am Freitag auf dem Gelände des Gerätehauses ein, um das neueste Fahrzeug der Einheit zu empfangen, das kurz nach 16 Uhr mit feierlichem Tatütata auf den Feuerwehrhof fuhr. „So etwas erlebt man ja nicht alle Tage“, sagt Stadtbrandmeister Uwe Eitner.

Mit mehreren seiner Männer hatte er das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 beim Hersteller in Luckenwalde abgeholt. Dort ließ man sich am Donnerstag in die Technik einweisen, und jedes einzelne der unzähligen Ausstattungsstücke wurde kontrolliert. Erst nachdem festgestellte Mängel buchstäblich über Nacht behoben wurde, fuhr man das Einsatzfahrzeug am Freitag heim. Anträge, Ausschreibung, Beschlüsse – knapp zwei Jahre lang hatte man auf diesen Moment hingearbeitet.

Einsätze bei Unfällen, Feuer und Unwetter

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist für eine Besatzung von neun Mann inklusive Fahrer gedacht und könne in den verschiedensten Situationen eingesetzt werden. Diese reichen von der Brandbekämpfung über die technische Hilfeleistung etwa bei Verkehrsunfällen bis zur Beseitigung von Unwetterfolgen.

Rund 490.000 Euro blättert die Stadt Triptis für das HLF 20 hin. 130.000 Euro davon bekomme sie vom Land refinanziert. „20 bis 25 Jahre muss das Fahrzeug jetzt schon halten“, sagt Uwe Eitner.

Das HLF 20 mit der Funkkennung 44/2 ersetze gewissermaßen zwei ältere Fahrzeuge, die seit 25 Jahren und länger in Triptiser Diensten standen beziehungsweise noch stehen. Ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) sei über ein Auktionshaus versteigert worden, wobei der Erlös von 13.000 Euro nicht ganz den Erwartungen entsprach. Ein LF 16 TS will man jetzt selbst zum Verkauf mit der Hoffnung ausschreiben, dass 10.000 Euro in die Stadtkasse gespült werden.

Auf alle Fälle müssen beide ausgesonderten Fahrzeuge raus. Denn bis Ende des Jahres zieht noch ein Gerätewagen ins Feuerwehrgerätehaus ein, der bei Einsätzen helfen soll, bei welchen Gefahrgüter oder -stoffe festgestellt, aufgefangen oder umgefüllt werden müssen. Das Fahrzeugs des Typs GW-L Gefahrgut werde vom Saale-Orla-Kreis zur Verfügung gestellt, berichtet Uwe Eitner. Dann hat die Stützpunktfeuerwehr für die nordöstliche Ecke des Saale-Orla-Kreises inklusive Autobahn wieder zehn Einsatzfahrzeuge im Bestand.

Die werden dann ein ziemlich niedriges Durchschnittsalter haben, bestätigt der Stadtbrandmeister. „Wir sind richtig gut aufgestellt und insgesamt sehr gut ausgerüstet“, sagt Uwe Eitner. „Wir können unserem Stadtrat nur dankbar sein.“

Tatsächlich steckt die Stadt Triptis nicht erst seit Peter Orosz, der 2018 als Kandidat der Feuerwehr Bürgermeister wurde, vergleichsweise viel Geld in die Brandbekämpfung und den Katastrophenschutz. Schon sein Vorgänger Berthold Steffen (Freie Wähler) stand der Feuerwehr sehr nahe.