Triptis: Mit Musik und Luftballons gegen Quarantäne-Blues

Triptis.  Am Dienstag können sich die über lange Zeit isolierten Bewohner der Awo-Seniorenresidenz auf ein Konzert vor dem Haus freuen

Am 26. Mai 2020 ist vor der Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt in Triptis ein Konzert geplant. Am Ende des Konzerts will man für die Heimbewohner Luftballons mit kleinen Karten mit Wünschen und Grüßen in den Himmel steigen lassen.

Am 26. Mai 2020 ist vor der Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt in Triptis ein Konzert geplant. Am Ende des Konzerts will man für die Heimbewohner Luftballons mit kleinen Karten mit Wünschen und Grüßen in den Himmel steigen lassen.

Foto: Martin Schöne

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Wer wie die Senioren und Mitarbeiter der Triptiser Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) schon lange unter den Bedingungen der Quarantäne leben und arbeiten muss, hat sicher so manchen Grund für Schwermut. Doch als Mittel gegen den Corona-Blues ist für kommenden Dienstag, 26. Mai, ein Konzert vor dem Haus geplant, das den Menschen nach dem Corona-Ausbruch im Haus Freude bringen soll.

Um 15 Uhr wird das Gitarrenduo Saitenhammer aus Zeulenroda, alias Danny Pohl und Marcus Daßler, für die Bewohner und Mitarbeiter spielen. Diese können dann unter Beachtung der aktuell gültigen Abstands- und Hygieneregelungen an den Fenstern stehen und lauschen. „Am Ende des Konzerts werden wir für die Heimbewohner Luftballons mit kleine Karten mit Wünschen und Grüßen in den Himmel steigen lassen“, teilt Jasmin Montua-Steger von der Pflegedienstleitung mit.

Welle der Solidarität

Im März waren in der Seniorenresidenz Triptis mehrere Mitarbeiter und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. „In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises wurden umgehend Maßnahmen zur Eindämmung des Virus veranlasst“, heißt es in der Mitteilung weiter. In der langen, nach wie vor anhaltenden Quarantänezeit habe eine große Welle der Solidarität die Seniorenresidenz erreicht. Andere Awo-Einrichtungen, Awo-Kreisverbände und regionale Firmen spendeten dem Haus in Triptis Schutzausrüstung, Lebensmittel und vieles mehr.

Das Team versuche das Besuchsverbot so gut wie möglich mit Videotelefonie und anderen Kommunikationswegen mit den Angehörigen aufzufangen, um den Senioren die Quarantäne zu erleichtern. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen neun Bewohner des Hauses in Verbindung mit einer Corona-lnfektion verstorben. Derzeit gebe es drei positiv auf das Virus getestete Senioren in der Einrichtung, die alle symptomfrei seien. Ein Mitarbeiter stehe noch unter häuslicher Quarantäne, alle anderen seien wieder genesen und zurück im Dienst. Die letzte Testung der Belegschaft erfolgte am 19. Mai 2020 und das Gesundheitsamt habe bestätigt: alle Mitarbeiter sind negativ getestet worden.

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