Triptis: Unterkante Turmuhr ist die perfekte Höhe

Miesitz/Triptis.  In Triptis ist am Mittwoch der Weihnachtsbaum aufgestellt worden. In diesem Jahr kommt er aus Miesitz.

Bei Familie Miethig in Miesitz wurde am Mittwoch der Weihnachtsbaum für den Triptiser Markt gefällt und anschließend von der Firma Otto Fischer dorthin gebracht und aufgestellt. 

Bei Familie Miethig in Miesitz wurde am Mittwoch der Weihnachtsbaum für den Triptiser Markt gefällt und anschließend von der Firma Otto Fischer dorthin gebracht und aufgestellt. 

Foto: Caroline Reul

Schon vor zwei Jahren hatte sich der Triptiser Bauhofleiter Thomas Spors die Fichte im Garten von Familie Miethig in Miesitz angeschaut. „Aber ich fand, wir sollten ihn noch ein wenig stehen lassen“, sagt er.

In diesem Jahr aber schlägt nun die große Stunde der etwa 14 Meter hohen Fichte. Seit Mittwoch steht sie auf dem Triptiser Markt und ist somit als diesjähriger Weihnachtsbaum der Stadt auserkoren. Wunderbar sei der Baum, findet Thomas Spors und auch der Transport habe problemlos geklappt.

Baum muss mit erforderlicher Technik gut erreichbar sein

Gegen halb acht Uhr beginnen die Arbeiten im Garten von Familie Miethig. Die Fichte wird gefällt und ist flugs mit einem Kran auf den Transport-Laster geladen. „Das übernimmt für uns ja die Firma Fischer aus Neustadt“, erzählt der Bauhofleiter später und betont, wie gut die Zusammenarbeit funktioniere. Natürlich achte er bei der Vorauswahl auch immer darauf, dass der Baum mit der erforderlichen Technik ohne größere Probleme zu erreichen ist.

Einige Stricke kommen am Morgen beim Verladen des Schmuckstückes zum Einsatz. Links und rechts müssen die herunterhängenden Zweige hochgebunden werden. „Ganz schön breit“, lautet der Kommentar von Thomas Spors. Eine halbe Stunde später macht sich der Laster mit der wertvollen Fracht dann auf den Weg nach Triptis – mit Begleitschutz der Polizei, die bereits an der Hauptstraße wartet.

Auf dem Markt angekommen, geht es routiniert weiter. Mit dem Kran wird der Baum aufgerichtet, mit der Kettensäge der Stamm verschmälert und in die Halterung gesetzt. „Die perfekte Höhe: Unterkante Turmuhr“, befindet der Leiter des Bauhofs.

Fichte vor etwa 20 Jahren gepflanzt

Just in dem Moment kommt auch die vormalige Besitzerin Silke Miethig über den Markt gelaufen. Sie konnte selbst nicht dabei sein, als der Baum geholt wurde, war bereits arbeiten und ließ sich daher zur Erinnerung von einem Nachbarn Foto- und Videoaufnahmen machen.

„Ich hätte den Baum ja stehen lassen, aber mein Mann wollte ihn nicht mehr“, berichtet die Mitarbeiterin der Triptiser Verwaltung, wie es zu der Spende kam. „Hier erfüllt er wenigstens noch einen guten Zweck“, sagt sie und freut sich, dass er so prächtig wirkt.

Etwa 20 Jahre muss die Fichte in ihrem Garten gestanden haben, überschlägt sie grob. „Als wir sie ausgesetzt haben, war sie noch ganz klein“, erinnert sie sich. Zuvor hatte sie in einem Töpfchen vor dem Haus gestanden.

„Schmücken werden wir den Weihnachtsbaum dann am Montag“, sagt Kulturamtsleiter Jan Wißgott, der zeitgleich die Bäume auf dem Marktplatz mit Sternen versieht. „Die Pflanzkübel haben wir bereits gestern aufgestellt“, erwähnt er noch.

Lichterketten und Verzierungen für die Straßenlaternen folgen ebenfalls noch. Das alles erst nach dem Totensonntag in Angriff zu nehmen, würde sich zeitlich nicht ausgehen, befürchtet er. Denn am 1. Advent soll die Innenstadt ja dann Weihnachtsstimmung versprühen.