Triptiser Adventsmarkt soll wenn möglich stattfinden

Triptis.  Die Vorbereitungen für den am 28. und 29. November geplanten Triptiser Adventsmarkt laufen.

Weihnachtliche Stimmung soll trotz Corona auch in diesem Jahr auf dem Adventsmarkt in Triptis aufkommen. 

Weihnachtliche Stimmung soll trotz Corona auch in diesem Jahr auf dem Adventsmarkt in Triptis aufkommen. 

Foto: Jan Wißgott

In diesem Jahr hagelte es bereits vielerorts coronabedingt Absagen für die Weihnachtsmärkte. Im Orlatal wurde etwa der traditionelle Adventsmarkt in Neustadt ausgesetzt. In Pößneck hält man hingegen bis auf weiteres an diesem fest. So will man auch in Triptis verfahren. „Wir sind mitten in der Planung“, sagt Jan Wißgott, Leiter des Triptiser Kulturamtes, auf Nachfrage. Man habe ein Infektionsschutzkonzept beim Landratsamt Saale-Orla eingereicht und dieses vorerst auch genehmigt bekommen. Natürlich seien die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie in den kommenden Tagen und Wochen ausschlaggebend, ob der Adventsmarkt in Triptis letztlich auch stattfinden kann oder nicht, so der Kulturamtsleiter weiter. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Adventsmarkt wird luftiger gestaltet

„Ich hätte es sehr unfair gefunden, einen Riegel vorzuschieben, obwohl wir momentan noch einen Adventsmarkt durchführen könnten. Ich sehe derzeit eine 40-prozentige Chance, dass es klappt. Diese Chance wollten wir unseren Bürgern und Vereinen nicht verbauen. Wir wollten etwas anbieten, und wenn dann ein Verbot kommt, dann ist es so. Außerdem hat jeder seinen eigenen Kopf und kann für sich entscheiden, ob er das Angebot annehmen möchte oder nicht“, erklärt Jan Wißgott. Vorgesehen ist Veranstaltung am 28. und 29. November (1. Advent).

Viele Vereine hätten signalisiert, sich auch in diesem Jahr wieder zu beteiligen, und auch die Gewerbetreibenden seien bereits aufgerufen worden, teilzunehmen und sich zu präsentieren. Das Konzept des Adventsmarktes sei der derzeitigen Situation angepasst worden und fuße auf entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln. „Alles, was und wie wir es machen, hat sich daraus ergeben“, so Jan Wißgott. So würden die 18 bis 20 Buden, die es geben soll, mit angemessenem Abstand platziert. „Daraus ergibt sich, dass sich der Triptiser Adventsmarkt in diesem Jahr über den Markt hinaus in den Mittelring, die Roßstraße und die Ernst-Thälmann-Straße hineinziehen wird. Wir wollen die Besucher zu einem Spaziergang einladen“, erläutert der Kulturamtsleiter. Auf eine Einbahnstraßenregelung wolle man hingegen verzichten, da der Markt so gestaltet sei, dass die Besucher beim Entgegenkommen zwei Meter Abstand halten können. Auch Glühwein werde an den Ständen ausgeschenkt. „Allerdings ohne Schuss, denn Spirituosen wird es nicht geben“, sagt Jan Wißgott.

Um den Adventsmarkt zusätzlich zu entzerren, werde die fahrbare Bühne nicht wie üblich in der Mitte des Marktes, sondern vor der Stadtkirche St. Marien aufgestellt. So wolle man eine Staufläche vermeiden und erreichen, dass für Musiker und Besucher gleichermaßen Sicherheit gewährleistet ist. Die Gäste sollen außerdem mit einem entsprechenden Programm in Bewegung gehalten werden. So sei etwa neben dem Liedermacher mit weihnachtlichem Programm auf der Bühne ein Straßenkonzert geplant. „An beiden Tagen des Adventsmarktes ist ein ähnliches Programm mit variierenden Künstlern vorgesehen. Für die Kinder beispielsweise eine Zaubershow und ein Märchennachmittag. An beiden Tagen wird außerdem der Weihnachtsmann kommen“, sagt Jan Wißgott. Weitere Programminhalte würden derzeit noch im Detail geplant.

Auf Vernunft der Besucher setzen

Trotz aller Vorkehrungen setze man grundsätzlich aber auf die Vernunft und das Mitwirken der Besucher. „Wir bitten um die Umsetzung und die Akzeptanz der Maßnahmen und Hygieneregeln. Das heißt, wenn der Abstand an bestimmten Stellen nicht eingehalten werden kann, dann setze ich meine Maske auf, um meinen Gegenüber und mich nicht zu gefährden“, betont Jan Wißgott.

Wer nun befürchtet, dass durch die größeren Freiflächen auf dem Triptiser Adventsmarkt keine Stimmung aufkommen wird, den kann der Kulturamtsleiter übrigens beruhigen. „Damit es trotzdem gemütlich wird, wollen wir mehr fürs Auge bieten“, sagt Jan Wißgott. Das bedeute konkret, dass mit mehr Deko- und Lichtelementen gearbeitet werde. „Das heißt wesentlich mehr Aufwand in diesem Jahr für uns, weshalb wir eine Woche früher mit den Vorbereitungen beginnen“, so der Kulturamtsleiter.