VG Triptis bereitet Weg für Digitalisierung der Verwaltung

Triptis  Gemeinschaftsversammlung beschließt Beitritt zum Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen

Im Bürgerhaus wurde am Dienstag der Beitritt zum Zweckverband Kisa beschlossen.

Im Bürgerhaus wurde am Dienstag der Beitritt zum Zweckverband Kisa beschlossen.

Foto: Martin Lücke

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Der öffentliche Teil der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Triptis am Dienstag war nach einer guten Stunde abgeschlossen. Kürzere Diskussionen entwickelten sich immer nur dann, wenn es ums Geld ging. Debattiert wurde zum Beispiel einen Moment über die Datengrundlage zur Festsetzung der Einwohnerzahlen, da diese für die Höhe der VG-Umlage ausschlaggebend sind. „Man muss schon darüber diskutieren, damit wir da inhaltlich im Klaren sind“, kommentierte Peter Orosz. Orosz, Bürgermeister von Triptis (Feuerwehrverein), vertritt derzeit die VG-Vorsitzende Ellen Hoyer.

Einer der späteren Tagesordnungspunkte trug im Zentrum einen Beschluss zum Beitritt der VG-Triptis zum Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (Kisa). Bereits Ende Februar hatte der Kreistag des Saale-Orla-Kreises ebenfalls für den Beitritt zu diesem Zweckverband votiert (OTZ vom 27. Februar). Ein Ziel war es dabei, günstiger und mit weniger Aufwand an nötige Software für ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) zu kommen, um die Entwicklung der elektronischen Verwaltung voranbringen zu können.

Der Ansatz der VG-Triptis ist genau der gleiche. Die VG-Vorsitzende Hoyer habe bereits im Vorjahr angefangen, das Projekt DMS zu initiieren, hieß es in der Runde. Die Verwaltung habe sich sechs Systeme vorstellen lassen, drei vor Ort in Gemeinden angeschaut und besonders die Kompatibilität zu geplanten Systemen des Landes Thüringen und des Landkreises sei ausschlaggebend für die Wahl des Zweckverbands Kisa.

Versammlung vorgezogen wegen Kisa-Termin

Wie schon bei der Entscheidung des Landkreises anfang des Jahres, biete der Beitritt zum Zweckverband im anderen Bundesland den Vorteil, ohne öffentliche Ausschreibung und somit schneller an entsprechende Software zu kommen. Die Mitgliedschaft sei kostenfrei, es gebe auf bestimmte Programme einen Kostenvorteil von 10 Prozent. Die Kosten für Lizenz, Einrichtung und Betreuung des DMS beliefen sich auf 20.000 Euro, weitere 5000 Euro pro Jahr würden für die Pflege fällig.

Die Entscheidung stand unter einem gewissen Zeitdruck. Zum einen verlangt ein Thüringer Gesetz zur elektronischen Verwaltung Fortschritte noch in diesem Jahr. Zum anderen findet am 27. September die nächste Kisa-Versammlung statt, auf der möglichst die VG-Triptis als Neumitglied begrüßt werden soll, führte Orosz aus. Die Gemeinschaftsversammlung war aus diesem Grund extra vorgezogen worden. Der Beschluss zum Beitritt wurde einstimmig gefasst.

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