Kultur

Viel Beifall für junge Musiker in Pößneck

Pößneck.  Volles Schützenhaus beim Adventskonzert der Musikschule Saale-Orla am Sonntag

Das Adventskonzert der Musikschule Saale-Orla füllte am Sonntag den Saal des Schützenhauses in Pößneck.

Das Adventskonzert der Musikschule Saale-Orla füllte am Sonntag den Saal des Schützenhauses in Pößneck.

Foto: Hartmut Bergner

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Kaum zu glauben, aber die Begriffe Anstehen und Mangel können auch große Freude auslösen. So geschehen am Sonntag – vor dem Adventskonzert im Pößnecker Schützenhaus. Erst die jungen Akteure mit ihren Eltern, dann die Großeltern und Geschwister gemeinsam mit zahlreichen Konzertbesuchern, die einfach nur schöne weihnachtliche Musik hören wollen. Dennoch gingen Karten- und Einlasskontrolle, sowie Garderobenabgabe zügig und es konnte an die Platzwahl gehen. Ausverkauft und auch die Ränge voll besetzt!

Zum Glück wollten die einen ganz vorn sitzen, um ihre Kinder und Enkel gut zu sehen und andere wissen, dass weiter hinten die Akustik noch besser wird. Unter Beifall betraten die ersten Musiker, alle im Kindes- und Jugendalter, die Bühne und kurz darauf war auch schon das Publikum im Takt. Wo gibt es das sonst, davon träumt so manch großer Star.

Bedeutung der musikalischen Früherziehung in Kindergärten

Gemeinsam mit Daniel Vlad, dem Leiter des Pößnecker Schulteils der Musikschule Saale-Orla, eröffneten zwei ganz junge Hornisten den Abend. Klavierlehrer Lothar Färber schlüpfte in die Rolle des Moderators, sagte die Spielenden an und versorgte die Zuhörer umfassend mit zusätzlichen Informationen. Zum Beispiel zur Bedeutung der musikalischen Früherziehung in Kindergärten. Danach zeigten etwa 25 Mädchen und Jungen aus mehreren Einrichtungen unter Weihnachtsmannzipfelmützen, was sie schon können und, welchen Spaß ihnen das Musizieren macht.

Das spanische Feliz Navidad (Frohe Weihnachten) sangen sie gleich in drei Sprachen. Dafür gab es großen Applaus sowie für jedes Kind noch eine Tüte voller Geschenke. Das Nachwuchsorchester, die Übergangsstelle vom solistisch erlernten Instrument zum Spielen in einem große Orchester, übernahm. Wer hier gut ist und seinen Platz findet, kann den nächsten Schritt gehen und zum Beispiel im Jugendsinfonieorchester – da capo – sein Können perfektionieren. Das italienische da capo bedeutet noch einmal beginnen und bereits in der Pause wünschten sich viele Gäste, dass der Abend zumindest noch lange geht.

Stammgäste können Leistung der jungen Musiker gut einschätzen

Regina Stumpf aus Pößneck gehört mit ihrem Mann Dieter zu den Stammgästen der Adventskonzerte. Beide können das Engagement der Lehrer und die Leistung der jungen Musiker gut einschätzen. „Unsere Enkel waren in dieser Musikschule und wir haben nur gute Erfahrungen. Deshalb unterstützen wir die Einrichtung durch eine Mitgliedschaft im Förderverein.“

Im Saal saß mit Schwesigs auch eine besonders musikalische Familie. Papa ist musikalisch und vier von fünf Geschwistern haben diese Gene in sich. Die elfjährige Carry spielt die zweite Geige im Orchester, die große Schwester Klavier, der kleine Bruder Trompete und die sechsjährige Lissi will Flöte spielen lernen. Neben da capo war nach der Pause auch noch das Zupforchester unter Leitung von Tibor Tasnádi zu erleben. Es ist im Schleizer Schulteil angesiedelt, aber auch mit einigen Pößneckern besetzt. So wurde das zweistündige Konzert zu einem rundum gelungenen Abend und zu einem hervorragenden Auftakt in die besinnliche Vorweihnachtszeit.

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