Wichtelaktion der Wohnungsgesellschaft Pößneck

Pößneck.  Mitarbeiter verteilen 900 randvoll gepackte Beutel an die Mieter in Pößneck, Triptis, Krölpa und Langenorla

Claudia Born, Ines Krauße, Sandy Rink, Sybille Wetzel und Nicole l'Orange (v.l.) liefern im Am Mittelweg in Pößneck die Geschenke an die Mieter der WP.

Claudia Born, Ines Krauße, Sandy Rink, Sybille Wetzel und Nicole l'Orange (v.l.) liefern im Am Mittelweg in Pößneck die Geschenke an die Mieter der WP.

Foto: Marcus Cislak

„Das ist aber eine tolle Überraschung“, sagt Elfriede Conrad gut gelaunt. Sie ist seit 21 Jahren Mieterin im Mehrfamilienhaus der Wohnungsgesellschaft Pößneck (WP) Am Mittelweg 20. Durch Zufall bemerkte die rüstige Rentnerin, wie Mitarbeiterinnen der WP einen der 900 Beutel randvoll mit nützlichen Aufmerksamkeiten am Dienstagnachmittag verteilen. „Ich bin schon ganz aufgeregt und werde gleich mal nachgucken, was drin ist“, sagt die Mieterin. Sie wird unter anderem Berggold-Schokolade, eine Kuscheldecke und ein Weihnachtsgruß vorfinden.

Ein Ersatz für die Mieterfeste

In den Objekten der Wohnungsgesellschaft in Pößneck, Langenorla, Triptis und Krölpa geben dieser Tage die Mitarbeiter der WP und der Tochtergesellschaft der Dienstleistungs- und Service GmbH die Aufmerksamkeiten weiter, weil die Generalversammlungen und Mieterfeste coronabedingt abgesagt werden mussten. Möglichst kontaktlos werden und wurden die Weihnachtspräsente an die Türklinken gehangen. Damit will man sich auch bei den Mietern bedanken, die in Zeiten von Corona „gut mitgezogen haben“, wie sich Ina Mansel von der WP ausdrückt.

Die Idee dazu sei Mitte Oktober in einer Vorstandssitzung geboren worden, berichtet Mansel weiter. Daraufhin wurden die Dinge bestellt und zusammengestellt. Bis zuletzt wurden die Beutel in mühevoller Handarbeit von den Mitarbeiter der Servicestelle in der Rosa-Luxemburg-Straße gepackt. Alles in allem investierte man etwa 18.000 Euro in die Aktion, sagt Mansel.

Die Assistentin der Geschäftsleitung, Sybille Wetzel, berichtet als Reaktion der Verteilaktion von zahlreichen Anrufen, Kommentaren in den sozialen Netzwerken und Gesprächen auf der Straße. Sie fallen durchweg positiv aus: „Wir sind überwältigt, das Telefon steht nicht still“, sagt sie. Auch Mansel erzählt aus einem Gespräch, dass eine Mieterin traurig gewesen sei, weil ihre Tochter im arg coronagebeutelten Hildburghausen wohne und vermutlich nicht zu den Festtagen die WP-Mieterin besuchen könne. Trotz der schlechten Nachricht habe sie sich über das Geschenk freuen können und bezeichnete es als Lichtblick.