Amtsgericht Rudolstadt urteilt nur noch in dringenden Fällen

Rudolstadt  Justizverwaltung Gera hatte die Richter wegen der potenziellen Infektionsgefahr um diesen Schritt gebeten

Die rückwärtige Front des Amtsgerichtsgebäudes in Rudolstadt.

Die rückwärtige Front des Amtsgerichtsgebäudes in Rudolstadt.

Foto: Henry Trefz

Das Amtsgericht in Rudolstadt schränkt wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres die Zahl seiner Verhandlungstermine deutlich ein. Am Rande eines dringlichen Falles erklärte Richter Andreas Spahn jetzt, auch wenn die Ansetzung eines Hauptverhandlungstermins die richterliche Unabhängigkeit berühre, habe er Verständnis für den Appell des Justizverwaltung in Gera, die um Verschiebung aller aufschiebbaren Fälle ersucht hatte.

Andreas Spahn hatte allein in der kommenden Woche drei Hautverhandlungen vorgesehen. Sie finden nun voraussichtlich im Mai statt. Dieser Schritt werde die ohnehin aufgelaufenen Rückstände weiter anwachsen lassen, so die Prognose des Juristen am Donnerstag in Rudolstadt.