Fallwind statt Tornado als Ursache: Dach-Teile bei Catharinau bis zu 200 Meter weit geschleudert

Catharinau  Mehrere Hunderttausend Euro Schaden entstanden am 4. April, als in Catharinau bei Rudolstadt in Saalfeld-Rudolstadt ein Stalldach der Agrargenossenschaft abgedeckt wurde und dabei auch benachbarte Solarmodule stark beschädigt. Wissenschaftler haben nun die Ursache gefunden

Doppler-Radar der Station Neuhaus des Deutschen Wetterdienstes mit der Aufnahme der Gewitterfront vom 4. April. Der Pfeil kennzeichnet Catharinau, oben ist Erfurt verzeichnet.

Doppler-Radar der Station Neuhaus des Deutschen Wetterdienstes mit der Aufnahme der Gewitterfront vom 4. April. Der Pfeil kennzeichnet Catharinau, oben ist Erfurt verzeichnet.

Foto: Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland

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Im Ergebnis steht demnach fest, dass kein Tornado oder Windhose den Schaden verursacht hat, sondern ein so genannter Fallwind (Microburst). „Ein Tornado bzw. eine Windhose konnte als Ursache ausgeschlossen werden“, schreibt Thilo Kühne von der Tornado Arbeitsgruppe. Es wurden unter anderem Trümmerflug, Trümmerteile, die Einschlagstellen und die Flugbahnen der abgerissenen Dachteile untersucht. „Insgesamt konnten 54 einzelne Großeinschlagsspuren der Trümmerteile analysiert werden“, heißt es dazu im Bericht. Bis zu 210 Meter weit flogen einzelne Teile.

500.000 Euro Schaden – Sturm deckt Dach eines Thüringer Agrarbetriebes ab

Die Tornado-Arbeitsgruppe ist ein Verein in Mainz mit Experten aus verschiedener interdisziplinärer Fachrichtungen der Bereiche Meteorologie, meteorologischer Forensik, Schadenserkundung, Forstwirtschaft, Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, aber auch vielen unwetterinteressierten Laien.

Morgen lesen Sie Einzelheiten und Hintergründe dazu in der OTZ.

Der Bericht der Arbeitsgruppe im Einzelnen

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