Ilmenau: Preise für Wasser und Abwasser steigen im nächsten Jahr

Ilmenau.  Wavi-Verbandsversammlung reagiert auf erhöhte Kosten. Im kommenden Jahr werden über zwölf Millionen Euro investiert.

Die neue Kläranlage am Ilmenauer Hüttengrund ist mit rund 18 Millionen Euro die größte Einzelinvestition des Wavi in den vergangenen Jahren.

Die neue Kläranlage am Ilmenauer Hüttengrund ist mit rund 18 Millionen Euro die größte Einzelinvestition des Wavi in den vergangenen Jahren.

Foto: Sascha Thaesler / Wasser- und Abwasserverband Ilmenau

Wasser und Abwasser wird ab dem kommenden Jahr teurer. Das beschloss die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbandes Ilmenau (Wavi) am Donnerstag.

Für einen Einpersonenhaushalt wird sich die Erhöhung mit rund 15 Euro im Jahr auswirken. Nach Berechnungen des Wavi sind es rund 45 Euro für einen Vier-Personen-Haushalt. Die Beträge variieren nach Verbrauch und Anschlussart.

„Wir hatten im Vorjahr nicht erhöht, obwohl es wegen der Kostensteigerungen hätte sein müssen“, nennt Jürgen Thurmann die Gründe. Der Wavi-Geschäftsleiter verweist auf steigende Baupreise. Dass der Verbrauch weiter sinke, sei ebenso ein Grund für die Erhöhung.

Im Vorfeld der Verbandsversammlung gab es kontroverse Diskussion, wie Thurmann sagt. Am Ende stand die Einigung, in Zukunft lieber gleich die Gebühren zu erhöhen, als zeitversetzt in größeren Schritten. Im Gespräch ist eine jährliche Kostensteigerung in Höhe von zwei bis drei Prozent.

Ein kleines Plus für die Verbraucher gibt es auch zu vermelden. So verlangt der Wavi für das ganze Jahr nur fünf Prozent Mehrwertsteuer für Trinkwasser. Wie Jürgen Thurmann erklärt, gleiche der Wavi die zwei Prozent für das erste Halbjahr selbst aus. Die Alternative wäre gewesen, dass zur Jahreshälfte eine zusätzliche Ablesung hätte erfolgen müssen, was aus Kostengründen nicht vertretbar sei.

Die Verbandsvertreter stimmten dem Wirtschaftsplan für 2021 zu. Demnach sollen 8,6 Millionen im Bereich Abwasser investiert werden, 4,13 Millionen sind es beim Trinkwasser. Unter anderem ist geplant, die Anbindung Stützerbachs an die Ilmenauer Kläranlage weiterzubauen. In Langewiesen beginnt die zweite Ausbaustufe der Kläranlage.

Investiert werden soll auch in Tiefbrunnen bei Heyda. Für die Orte Geraberg, Geschwenda und Elgersburg wird eine neue Wasserleitung geplant. Sie soll von Oberpörlitz neun Kilometer Richtung Geratal führen und die Trinkwasserversorgung sichern.