Inzidenz jetzt über 600 in Saalfeld-Rudolstadt:

Saalfeld-Rudolstadt  Grafiken beim Robert-Koch-Institut belegen Unterschied zwischen den Infektionsmeldungen und den Erkrankungen

Die gelben Säulen zeigen die Meldung neuer Erkrankungen nach deren Beginn, die gelben Balken das Datum der Meldung neuer Infektionen.

Die gelben Säulen zeigen die Meldung neuer Erkrankungen nach deren Beginn, die gelben Balken das Datum der Meldung neuer Infektionen.

Foto: RKI

Auch nach der traurigen Dienstag-Nachricht, dass im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt der Inzidenzwert inzwischen der höchste in ganz Deutschland ist, hat sich die Hoffnung auf einen einmaligen Statistik-Effekt zumindest am Tag danach noch nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil, der Wert stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 595,9 über die nächste Schallmauer auf 600,8 am Mittwoch morgen.

Die absolute Zahl der Fälle liegt jetzt bei 620, das ist ein Plus von 116 zum Vortag, die sich zum Gesamtwert von 3185 Fällen addieren, die es seit Ausbruch der Pandemie gab. Der einzige Lichtblick in der düsteren Statistik: Aktuell gab es keinen weiteren Todesfall, der die Gesamt-Zahl von 93 erhöhen würde.

Die Statistik zeigt auch, wie sich die Zahlen des Erkrankungsbeginn von denen des Meldedatums unterscheiden, wo es teils erhebliche Sprünge gibt.

Der Landkreis ist damit einer von zwei Landkreisen in ganz Deutschland, deren Farbe auf den Infektionskarten in pink (über 500) geführt werden. Mit einer Inzidenz von 534,2 ist das Osterzgebirge schon deutlich dahinter, bevor mit 473,2 im Altenburger Land der erste Landkreis in Thüringen folgt. Um die 450 liegen mit den Landkreises Saale-Orla und Hildburghausen zwar auch unmittelbare Nachbarn, der Ilm-Kreis im Westen mit 259,8 ist aber auf dem Weg der leichten Abschwächung.

Am Dienstag hatte der Krisenstab im Landratsamt entschieden, auf weitere Verschärfungen der am Sonntag in Kraft getretenen, neuen Regeln zunächst zu verzichten.