Kein Weihnachtsglanz im Schwarzatal, auch kein kleiner

Obstfelderschmiede.  Der Verein Tourismusregion Rennsteig-Schwarzatal muss auch die ohnehin schon angepasste Wiederholung der Vorjahrespremiere pandemiebedingt absagen.

Trubel wie zur Weihnachtsglanz-Premiere im Vorjahr wäre auch unter von vornherein verändertem Konzept ein zu hohes Risiko.

Trubel wie zur Weihnachtsglanz-Premiere im Vorjahr wäre auch unter von vornherein verändertem Konzept ein zu hohes Risiko.

Foto: Roberto Burian

„Der diesjährige „Weihnachtsglanz im Schwarzatal“ kann nicht stattfinden.“ Astrid Apel, Pressesprecherin der Oberweißbacher-Berg- und Schwarzatalbahn (OBS), ist die Enttäuschung anzumerken, als sie am Donnerstag Morgen die bereits befürchtete Nachricht übermittelt.

„Wir hatten zwar bereits im Sommer ein Alternativkonzept für die Veranstaltung entwickelt: Der Weihnachtsglanz sollte nicht wie 2019 zur Premiere am 3. Adventswochenende stattfinden, sondern über vier Adventssonntage verteilt, sollte den Gästen ein kleines heimeliges weihnachtliches Programm im Schwarzatal geboten werden, welches nicht den Charakter einer großen Veranstaltung hat.“

Allerdings hätten die aktuellen Entwicklungen Anlass zur Infragestellung auch des Alternativkonzepts gegeben. Im Marketingausschuss der Tourismus-Region Rennsteig-Schwarzatal fiel das Votum für eine Absage allerdings einmütig aus.

Diese Entscheidung sei nicht so leicht gefallen, wie es sich anhört, denn der Auftakt 2019 war ja erfolgreich. Doch die Liste der Minuspunkte in der Abwägung ist lang: Neben den steigenden Infektionszahlen und der ohnehin nötigen, aufwendigen Hygienekonzepten, die einen sehr hohen Aufwand vor Ort erwarten ließen, ist die Vorschrift zu Wegwerfgeschirr ein Contra zu inzwischen bei der OBS ausgerufenen Mehrweg-Politik.

Absage nicht leichtfertig sondern vieler Argumente wegen

Auch wurde damit gerechnet, dass auch die Kontaktdatenerfassung unter Datenschutzbestimmungen im Freien erfolgen muss. Weil man ja dezentrale örtlich verteilte Events plante, wäre eine Zugangsbeschränkungen nicht umsetzbar, von der Pflicht, alles im Freien zu planen, mal abgesehen. Weil die Reihe ja überregional angelegt ist, wäre das Corona-Verbreitungsrisiko ebenso überörtlich. Die zunehmende Absage von Weihnachtsmärkten in der Region potenziere zudem die Nachfrage im Schwarzatal. Eine kurzfristiges behördliches Verbot bleibe trotz der Lage erst nach den angekündigten vier Wochen Teil-Lockdown im November nicht unwahrscheinlich.

Weil auch der Nahverkehr ein erhöhtes Risiko ist, würde die Individualanreise steigen, wofür es im Tal zu wenig Parkplätze gibt. Nicht zuletzt gehöre die Mehrheit der Mitglieder der örtlichen Vereine als Mitveranstalter zu Risikogruppen.

Trotzdem bleiben die Veranstalter zuversichtlich. Astrid Apel: Wir blicken zuversichtlich in das Jahr 2021 und würden langfristig ab Februar beginnen, den nächsten Weihnachtsglanz vorzubereiten.