Landwirte und Imker der Region Saalfeld-Rudolstadt plädieren für Zusammenarbeit

Rudolstadt-Groschwitz  „Es geht darum, eine intakte und lebenswerte Umwelt zu erhalten“, sagte der Vorsitzende vom Imkerverein Saalfeld 1903, Ralf Kunz, Donnerstagabend in der voll besetzten Festscheune der Domäne Groschwitz.

Groß ist das Interesse an der Veranstaltung „Landwirte und Imker im Dialog“ Donnerstagabend in der Domäne Groschwitz. Foto: Wolfgang Schombierski

Groß ist das Interesse an der Veranstaltung „Landwirte und Imker im Dialog“ Donnerstagabend in der Domäne Groschwitz. Foto: Wolfgang Schombierski

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Imker und Bauern hätten dafür eine besondere Verpflichtung. Durch moderne Arbeitsprozesse in der Landwirtschaft würden immer mehr Bienenarten in Deutschland verschwinden, weil blütenreiche Flächen als Lebensgrundlage abgenommen hätten. Es ­gebe Handlungsbedarf, die ­Imker würden sich dabei als Partner der Landwirte sehen.

Die Leader-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und der Imkerverein 1903 Saalfeld hatten zum Dialog eingeladen, um Landwirten und Imkern die Gelegenheit zum Austausch zu geben. Nach den Willensbekundungen von Teilnehmern der Veranstaltung könnten weitere Zusammenkünfte folgen. Ein Anspruch der Organisatoren war, so Ines Kinsky von der Leader-Aktionsgruppe des Kreises, Wege aufzuzeigen, wie Verbesserungen für die Kulturlandschaft erzielt werden können. Den Abend leitete Moderator Didi Bujack vom SRB-Radio, das für Dienstag, 22. April, um 19.05 Uhr eine Sendung über den Dialog vorbereiten will.

Frank Augsten, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, machte Ausführungen zur Gestaltung von Grünflächen und zum Greening. ­Greening umfasst den Erhalt von Dauergrünlandflächen wie Wiesen und Weiden, eine größere Vielfalt beim Anbau von Feldfrüchten sowie die Bereitstellung von sogenannten ökologischen ­Vorrangflächen auf Ackerland.

Helmut Hercher vom Vorstand der Agrargenossenschaft Königsee bewertete das Verhältnis von Imkern und Landwirten in der Region als gut und zeigte Probleme der Bauern beim Umsetzen von Greening auf. Einen Erfahrungsbericht zum Leader-Projekt „Blühende Region Saale-Holzland“, das ein Beitrag zur Struktur-und Artenvielfalt gewesen sei, gab Ina John. Die Agrarbetriebe hätten bei der Umsetzung der Maßnahmen gut mit­gezogen.

Der Vorsitzende vom Thüringer Imkerverband, Frank ­Reichardt, forderte mehr ­Gespräche mit den Landwirten, um mit einer Stimme vor Vertretern der Politik zu sprechen, für die er kein gutes Wort fand. ­Jürgen Uting, Chef vom Kreisbauernverband Saalfeld-Rudolstadt, sah gemeinsame Interessen von Landwirten und Imkern.

Sein Geschäftsführer Siegfried Stenzel, der für mehrere Kreisbauernverbände zuständig ist, wies mit Nachdruck auf ein Prinzip hin, das lauten sollte: Kooperation statt Konfrontation. Erfreut merkte er an, dass in den vergangenen zwei Jahren 3000 Bienenvölker in Thüringen hinzugekommen seien. ­Rainer Hämmerling, Chef vom Nabu-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt, sprach sich für den Erhalt von natürlichen Lebensgrundlagen aus.

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