Leutenberg: Klebegefahr für Sperrschild-Ignoranten

Leutenberg.  Zweiter Bauabschnitt an der K 166 zwischen Leutenberg und Abzweig Munschwitz nähert sich dem Ende

Kein Weiterkommen: Der verdichtete Unterbau der Kreisstraße K 166 nordöstlich von Leutenberg wartet nun auf den Asphalteinbau.

Kein Weiterkommen: Der verdichtete Unterbau der Kreisstraße K 166 nordöstlich von Leutenberg wartet nun auf den Asphalteinbau.

Foto: Jens Voigt

Bereits kurz hinter dem Ortsausgang von Leutenberg in Richtung Steinsdorf gebietet ein Sperrschild dem Fahrzeugverkehr Einhalt, was etliche Einheimische bislang höchstens gebremst, aber nicht gestoppt hatte. Nun ist nach weiteren rund 1,5 Kilometern endgültig Schluss: ein querstehender Lkw und rot-weißes Flatterband verstellen die Weiterfahrt auf der Straße, der ab hier die oberste Schicht noch fehlt.

Zu Wochenbeginn war im zweiten Bauabschnitt an der Kreisstraße K 166 bei Leutenberg bis zum Abzweig Munschwitz eine Verfestigung des Straßenoberbaus vorgenommen worden. Hierfür wurden das von der vorherigen Pflasterstraße verbliebene Bettungsmaterial und zusätzlich aufgebrachter Frostschutz mit einem hydraulischen Bindemittel vermischt. Damit konnte die Stärke der darüber liegenden Asphaltschicht reduziert werden.

Asphalteinbau in der kommenden Woche

Ab Montag der kommenden Woche kann planmäßig der Asphalteinbau durchgeführt werden, so dass das bisher noch tolerierte Befahren der Baustelle außerhalb der Arbeitszeiten absolut nicht möglich sein wird, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes heißt. Die gesamte Sanierung der K 166 wird als Gemeinschaftsmaßnahme vom Landkreis, der Stadt Leutenberg und der Thüringer Energienetze GmbH (TEN) erbracht, die Saalfelder Firma Dohrmann als der wirtschaftlich beste Anbieter führt die Bauarbeiten durch.

Im vergangenen Jahr konnte der erste Bauabschnitt vorzeitig schon am 18. September abgeschlossen werden. Für diese Teilstrecke war die Anwendung eines Baumischverfahrens nicht notwendig, da unter der Pflasterdecke eine gesetzte Packlage ausreichend festen Untergrund geboten hatte.

Voraussichtlich sind die Bauarbeiten auf dem Kreisstraßenabschnitt bis zum Abzweig Munschwitz am 16. Oktober beendet. Anschließend wird die Sanierung der Gemeindestraße nach Munschwitz fortgesetzt. An deren Ausführung hatte Stadtratsmitglied Sieghard Pohle jüngst Kritik geäußert, weil die neue Leitplanke einfach vor die bisherige Absperrung gesetzt und so die Straße noch enger werde. Umso wichtiger sei es, unbedingt die Ausweichstellen für Gegenverkehr zu erhalten.

Bis Ende November soll dann die komplette Baumaßnahme abgeschlossen sein. „Nach der Fertigstellung der Kreisstraße kann die weiträumige Umleitung entfallen und die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger minimiert werden“, so Annett Karlen, die zuständige Sachbearbeiterin im Fachbereich Tiefbau des Landratsamtes. Die Kosten für die 1225 Meter dieses Bauabschnitts der Kreisstraße belaufen sich auf rund eine Million Euro, wobei etwa 75 Prozent durch Fördermittel des Freistaats getragen werden.