OTZ-Jubiläumsmobil in Rudolstadt: Das wollten die Leser wissen

Heike Enzian
| Lesedauer: 3 Minuten
Leser Wolfgang Wettstädt im Gespräch mit Lokalchef Thomas Spanier am OTZ-Jubiläumsmobil in der Rudolstädter Fußgängerzone. 

Leser Wolfgang Wettstädt im Gespräch mit Lokalchef Thomas Spanier am OTZ-Jubiläumsmobil in der Rudolstädter Fußgängerzone. 

Foto: Heike Enzian

Rudolstadt.  Etliche Rudolstädter haben am 30-Jahre-OTZ-Mobil in Rudolstadt das Gespräch gesucht – und interessante Vorschläge für die Stadtentwicklung gemacht.

Schon auf dem Weg zum OTZ-Mobil wurde Lokalchef Thomas Spanier am Mittwochvormittag in der Rudolstädter Fußgängerzone angesprochen. Die Theaterbaustelle beschäftigt einen Leser. Er regte an, das Theater in den Kulturpalast nach Unterwellenborn zu verlegen. „Dort ist alles da, was es braucht“, meinte er. Eine junge Frau schaut besorgt auf die Zeit nach den Sommerferien. Was, so fragte sie, wenn bis dahin nichts passiert ist in Sachen Infektionsschutz an den Schulen und findet, dass die Stadt hier zu wenig tut.

Die OTZ feiert in diesem Monat 30-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ist das OTZ-Jubiläumsmobil unterwegs in Ostthüringen. Am Mittwoch, zum Markttag, machte es Station in Rudolstadt. Mit vor Ort waren neben dem Leiter der Lokalredaktion das Redaktionsteam für Rudolstadt und Umgebung: Heike Enzian, Dominique Lattich und Henry Trefz.

Die Gelegenheit, mit der Heimatzeitung direkt ins Gespräch zu kommen, wurde gern und rege wahrgenommen. Auch wenn mancher gekommen war, um seinen Ärger loszuwerden. Darüber, dass die Zeitung mal wieder nicht im Briefkasten war, über Rechtschreibfehler, über zu viel Werbung. „Eine ganze Seite Fernsehprogramm jeden Tag baucht kein Mensch, dafür gibt es doch das TV-Programmheft“, sagte einer der Besucher.

Bernd Schlegel, Handelsvertreter im Auftrag der Funke Mediengruppe, gab Tipps, hörte zu und versuchte zu helfen. So auch, als jemand Hilfe beim Herunterladen des E-Papers suchte. Dieter Schirrling hat 30 Jahre die OTZ in Schwarza ausgetragen. Bis die Kündigung kam. Warum, das hat er bis heute nicht verstanden. Antwort auf die Frage konnte er auch am Mittwoch nicht bekommen. „Das tut mir persönlich auch leid, aber es sind unternehmerische Entscheidungen“, sagte Thomas Spanier.

Baugeschehen interessiert

Wolfgang Wettstädt nimmt sich täglich eineinhalb Stunden Zeit für die OTZ-Lektüre. Als Anwohner des Viehberges verfolgt er die Debatte um die Baustelle Debrabrücke und die aktuelle Umleitung. Auch sonst ist er am Baugeschehen in der Stadt sehr interessiert.

So hat er einen konkreten Vorschlag für den geplanten Ausbau der B 85 im Bereich Stadtkirche/Ludwigsburg. „Ich könnte mir dort einen Arkadendurchgang für die Fußgänger vorstellen. Damit könnte der Abriss des ehemaligen Stadtbades verhindert werden und die Fußgänger hätten genug Platz“, schlägt er vor. „Dann bräuchte man nicht so eine Großstadtbaustelle, wie sie jetzt geplant ist“, sagt er.

Diese Idee habe er auch dem Bürgermeister vorgetragen, sei aber auf wenig Resonanz gestoßen. „Schreiben Sie auch mal was zur Einhaltung der Ruhezeiten“, gibt er den Redakteuren noch mit auf den Weg. Grundsätzlich aber sei er ein zufriedener Leser.

So wie Günter Heunemann auch. „Es gibt viele Leute, die immer schimpfen, Sie bekommen das bestimmt auch ab“, so der Schwarzaer. Er lese die Zeitung gerne. „Besonders Ihre Artikel“, sagte er in Richtung des Lokalchefs. Manche hebt er sogar auf. Tipps für Radtouren oder Ausflüge zum Beispiel. An der OTZ schätzt er die reelle Sicht auf die Dinge. „Da wird nichts zu sehr aufgebauscht.“