Papierfabrik Jass auf Expansionskurs

Rudolstadt.  Kaufvertrag mit Firma Convert Paper in Polen unterzeichnet

Blick auf die Produktionsanlage in der Papierfabrik Jass in Schwarza.

Blick auf die Produktionsanlage in der Papierfabrik Jass in Schwarza.

Foto: Foto: Papierfabrik Jass

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Die Papierfabrik Jass ist im 60. Jahr ihres Bestehens und im 15. Jahr am Produktionsstandort Schwarza auf Expansionskurs. Ende des vergangenen Jahres wurde der Kaufvertrag zur Übernahme der Firma Convert Paper in der polnischen Stadt Gostyn unterzeichnet. Inzwischen haben auch die Kartellbehörden zugestimmt.

„Polen ist ein stark wachsender Markt, was den Bedarf an Verpackungsmitteln betrifft“, sagt Michael Habeck, Technischer Geschäftsführer und Werkleiter in Schwarza. „Convert Paper ist einer unserer Kunden. Das Unternehmen ist ein Formathersteller für ein- und zweiwellige Wellpappe, einseitige Wellpappe und Vollpappe. Es ist – wie wir – ein familiengeführtes Unternehmen mit rund 300 Beschäftigten und wurde wie die Fabrik in Schwarza im Jahr 2005 gegründet. Mit diesem Meilenstein erweitern wir nicht nur unser Produktangebot und unseren Kundenstamm, sondern auch unsere Kompetenz im Bereich Verpackungspapier.“

Firma JassFibre neu gegründet

Erste Kontakte zu den neuen Partnern hat es bereits gegeben. So reiste eine Gruppe Rudolstädter zur gemeinsamen Weihnachtsfeier nach Polen. Für Februar ist ein Besuch der Polen in Schwarza angekündigt.

Darüber hinaus hat sich die Papierfabrik auch in Richtung Rohstoffe neu orientiert. Ende Dezember wurde die JassFibre GmbH gegründet, ein Joint Venture mit der Thüringer Recycling GmbH mit Sitz in Erfurt. „Die JassFibre GmbH wird Altpapier für unsere Standorte einkaufen, sortieren und produktionsgerecht für uns und andere Marktteilnehmer zur Verfügung stellen“, so Michael Habeck. Kerngeschäft in Schwarza aber ist und bleibt die Herstellung von Wellpappenrohpapieren. Die verstärkte Nachfrage nach leichtgewichtigen Verpackungspapieren und die damit verbundene notwendige Steigerung der Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Papiermaschine definierten 2019 die Aufgabenschwerpunkte in allen Bereichen. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren viel Zeit darauf verwendet, beide Standorte, Schwarza und Fulda, weiterzuentwickeln. In Schwarza war die Inbetriebnahme der Prozesswasserbehandlungsanlage ein ganz entscheidender Schritt für die Zukunftsausrichtung des Werkes“, erläutert Michael Habeck.

16 Mitarbeiter 2019 eingestellt

„Mit besonderer Intensität mussten wir uns im vergangenen Jahr in allen Abteilungen organisatorischen Aufgaben widmen: Nachbesetzungen, Qualifizierungen, Wissenstransfer sowie neue gesetzliche Normen und Anforderungen waren bestimmende Herausforderungen“, ergänzt er. Nicht weniger als 16 neue Mitarbeiter wurden 2019 in der Papierfabrik eingestellt. Insgesamt hat das Unternehmen aktuell 172 Beschäftige.

2020 warten nicht nur neue Herausforderungen, es gibt dank mehrerer Jubiläen auch Anlass zum Feiern. In Schwarza hat man für die Feierlichkeiten schon ganz konkrete Vorstellungen. Am Sonnabend, dem 27. Juni, sind Familien und Freunde zu einem großen Jass-Familienfest eingeladen. Außerdem soll es in diesem Jahr auch wieder einen Tag der offenen Tür geben.

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