Rudolstadt: Schrauben am Kultmoped für die Abschlussarbeit

Rudolstadt.  Zehntklässler der Rudolstädter Schillerschule bauen ihm Rahmen ihrer Projektarbeit eine alte Simson wieder auf.

Sarah Kröckel, Tony Bock und Luise Unrein (von links), Zehntklässler der Rudolstädter Schillerschule, schreiben ihre Projektarbeit über das Kultmoped Simson. 

Sarah Kröckel, Tony Bock und Luise Unrein (von links), Zehntklässler der Rudolstädter Schillerschule, schreiben ihre Projektarbeit über das Kultmoped Simson. 

Foto: Foto: Bock

Das DDR-Kultmoped Simson steht bei jungen Leuten heutzutage wieder hoch im Kurs. Es gilt trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h als Kleinkraftrad und darf daher mit 15 gefahren werden. Sarah Kröckel, Luise Unrein und Tony Bock kennen sich gut aus damit. Die Zehntklässler der Rudolstädter Schillerschule sind bekennende Simson-Fans. Die beiden Mädchen nutzen das Moped regelmäßig für den Weg zur Schule. „Aber wir sind auch sonst viel unterwegs, machen Ausfahrten. Viele stellen Videos davon ins Internet“, sagt Luise. Inzwischen ist die Beschäftigung mit dem Moped für die drei Jugendlichen mehr als nur Hobby. „Wir haben uns gedacht, wir machen das Moped zum Thema unserer Projektarbeit. Unser Plan ist es, eine alte Simson wieder aufzubauen und für einen guten Zweck zu versteigern“, berichtet Tony.

Im Herbst soll es fahrbereit sein

Seit Monaten schon sind sie mit dem Thema befasst. Über einen Facebook-Aufruf fanden sie den Kontakt zur Besitzerin eines alten Simson-Mopeds. „Das stand dort in der Scheune, sie hat es uns geschenkt für unser Projekt“, erzählt Tony. Es wieder aufzubauen kostet Geld. Dafür haben die drei Jugendlichen Sponsoren gefunden. Neben der Firma Jass und dem Autohaus Rinnetal war das auch die Firma Ostoase, ein Simson-Ersatzteilshop. Dann begann die Zeit des Schraubens. „Wir nehmen das alte Moped komplett auseinander. Jedes Teil wird überarbeitet, jede Schraube und jede Mutter“, lassen die Drei wissen. Im Herbst, so ist das Ziel, soll die Simson wieder wie neu aussehen und natürlich auch fahren. Dann beginnt der schriftliche Teil der Arbeit. Dieser beinhaltet unter anderem Kapitel über die Geschichte der Simson-Herstellung, den Aufbau des Mopeds und den Führerschein dafür.

Am Ende soll das Moped für einen guten Zweck versteigert werden. Der Erlös geht zum einen an das Kinderhospiz Thüringen, zum anderen an den Schulförderverein der Schillerschule.

Die Arbeit an dem alten Moped kann ganz schön ins Geld gehen. Deshalb freuen sich die jungen Leute über weitere Unterstützung.

Kontakt: tony_bock1@web.de