Rudolstädter Männerchor erkundet Frankenhausen

Rudolstadt/Bad Frankenhausen.  Der Rudolstädter Otto-Hartung-Chor kann derzeit nur eingeschränkt proben. Auch das Weihnachtssingen muss ausfallen.

Ein erfreuliches Erlebnis für den Otto-Hartung Männerchor war die Tagesfahrt nach Bad Frankenhausen.

Ein erfreuliches Erlebnis für den Otto-Hartung Männerchor war die Tagesfahrt nach Bad Frankenhausen.

Foto: Männerchor

Wie bei vielen anderen Chören so wird auch beim Otto-Hartung Männerchor Rudolstadt nicht nur gesungen, sondern auch gemeinsam etwas unternommen. Kürzlich unternahm der Klangkörper eine Tagesfahrt nach Bad Frankenhausen am Kyffhäuser.

Proben waren für lange Zeit passé, da es die Corona-Einschränkungen nicht möglich machten. Zurzeit sind sie unter der Leitung von Rolf Seufert nur bedingt möglich. „Mit der Fahrt war es wieder eine willkommene Abwechslung“, sagt Organisator Manfred Höhle.

Das erste Ziel dieser Reise, die noch vor dem starken Anstieg der Corona-Fallzahlen lag, war das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen. Man entschied sich nicht für eine Besichtigung, da es nur möglich gewesen wäre, wenn der Chor nach und nach in zwei Gruppen mit Masken eine Führung erhalten hätte. So gab es in der Stadt eine 90-minütige Stadtbesichtigung von zwei engagierten Stadtführerinnen. „Sie waren mit Herz und Seele bei der Sache“, betonte Höhle.

Die Blicke zum Hausmannsturm und den romantischen Häusern und ihren Spitzdächern erinnerten die Chormitglieder an den Hain und die Käseglocke in Rudolstadt, ein Pavillon an das Schallhaus.

Kein Singen zur Weihnachtszeit

Dann ging es von Bad Frankenhausen zur Barbarossa Höhle. Auch hier entging den Männern und den mitgereisten Ehefrauen die Maskenpflicht nicht. Die Höhle ist eine von weltweit nur zwei existierenden Schauhöhlen im Anhydritgestein und damit eine absolute geologische Rarität. Am 20. Dezember 1865 wurde das einzigartige Naturwunder zufällig von Bergleuten bei der Suche nach Kupferschiefer entdeckt und bereits wenige Wochen später als Schauhöhle freigegeben. Gleichzeitig erfuhren die Sänger viel Interessantes über den alten Kaiser Friedrich I. und die Sage, die sich um ihn rankt.

Am vergangenen Donnerstag feierte übrigens der langjährige Vorstand des Otto-Hartung Männerchors und für sein Alter noch sehr rüstige Bruno Scholz seinen 85. Geburtstag. Den Jahresabschluss begeht der Chor mit der Weihnachtsfeier am 11. Dezember im Thüringer Hof. Wie Manfred Höhle sagt, sei es bedauerlich, dass der Chor zur Weihnachtszeit nicht in den Senioren-Heimen singen dürfe.