Rudolstädter Nachtclub wird Thema bei Gericht

"Club exclusive" steht an dem Haus mit den roten Gardinen in der Jenaischen Straße in Rudolstadt. Ob der Club überhaupt noch in Betrieb ist, ist nicht ersichtlich. Sicher ist aber, dass das als "Blue Velvet" in den 90er Jahren gegründete Etablissement ab Montag im Landgericht Gera eine Rolle spielen wird.

Der "Club exclusive", das ehemalige Blue Vevet, in der Jenaischen Straße in Rudolstadt. Foto: Thomas Spanier

Der "Club exclusive", das ehemalige Blue Vevet, in der Jenaischen Straße in Rudolstadt. Foto: Thomas Spanier

Foto: zgt

Gera/Rudolstadt. Dann wird dort vor der zweiten Strafkammer ein "schwerer Raub" verhandelt, der sich im Oktober 1999 in Pößneck zugetragen hat.

Den sechs Angeklagten, die zur Tatzeit zwischen 19 und 26"Jahre alt waren, wird zur Last gelegt, in den Abendstunden des 5. Oktober 1999 einen Geld­boten der Fa. Patrol Sicherheitsdienst GmbH überfallen zu haben. Motiv für die Tat soll gewesen sein, dass vier der Angeklagten beabsichtigten, das "Blue Velvet" in Rudolstadt zu übernehmen. "Mangels ausreichender finanzieller Mittel für die geplante Übernahme sollen die Angeklagten überein gekommen sein, das Geld durch einen Raubüberfall zu erlangen", heißt es in der Mitteilung des Gerichts zu dem Verfahren. Vier der Angeklagten sollen die Tat inzwischen gestanden haben.

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall, weil es sich bei einem Teil der mutmaßlichen Täter um stadtbekannte Neonazis handeln soll. Einer von ihnen soll im Landesvorstand der NPD Thüringen gesessen haben, ein anderer dem Thüringer Heimatschutz angehört haben. Vier Verhandlungstage hat das Gericht angesetzt.

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