Saalfeld-Rudolstadt: Ausgaben für Straßeninstandhaltung deutlich erhöht

Saalfeld.  Landkreis investiert in diesem Jahr knapp eine halbe Million Euro in Reparaturen

Landrat Marko Wolfram (links), Tiefbau-Sachgebietsleiter Marko Schönheyd und die Kaulsdorfer Bürgermeisterin Kerstin Barczus nahmen die Hangsicherung-Baustelle an der K 154 bei Weischwitz in Augenschein.

Landrat Marko Wolfram (links), Tiefbau-Sachgebietsleiter Marko Schönheyd und die Kaulsdorfer Bürgermeisterin Kerstin Barczus nahmen die Hangsicherung-Baustelle an der K 154 bei Weischwitz in Augenschein.

Foto: Carolin Dudkowiak /LRA

Eine knappe halbe Million Euro gibt der Landkreis in diesem Jahr für die Instandhaltung seiner Kreisstraßen aus, seit 2017 wurde der Haushaltsansatz mehr als verdoppelt. Wie jetzt Annett Karlen vom Sachgebiet Tiefbau im Ausschuss für Bau- und Vergabe des Kreistages erläuterte, sind in diesem Jahr 483.000 Euro für Markierungen und Oberflächenbehandlungen, Hangsicherungen und Randbefestigungen vorgesehen. Grundhafte Sanierungen wie derzeit an der K 166 zwischen Leutenberg und Steinsdorf sind darin nicht enthalten.

Von den im Etat fixierten Mitteln wurden bisher bereits knapp 350.000 Euro verbaut. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren über alle zwölf Monate hinweg 366.000 Euro umgesetzt worden. Ein großer Posten im Etat ist die sogenannte Oberflächenbehandlung. Sie wurde auf der K 174 bei Sommersdorf, der K 175 bei Creunitz, sowie der K 176 bei Buchbach und kürzlich der K 183 zwischen Bad Blankenburg und Unterwirbach durchgeführt. Für diese insgesamt rund 4700 Meter langen Abschnitte sind 87.000 Euro veranschlagt.

Hang muss gesichert werden

Größte Einzelmaßnahme war die im Frühjahr durchgeführte Hangsicherung der K 154 bei Weischwitz, die mit 135.000 Euro zu Buche schlug. Die Strecke musste als Umleitungsstrecke für den Gemeindestraßenbau ertüchtigt werden. „Durch den Einsatz von Fertigteilen konnte die Bauzeit deutlich verkürzt werden, sodass die Strecke rechtzeitig zur Verfügung stand“, erklärte Karlen.

An der K 168 bei Landsendorf wurden im Mai und Juni für rund 50.000 Euro Abbrüche an der Fahrbahnkante grundhaft saniert. Zwischen Eichfeld und Keilhau wurden auf der K 118 Absenkungen der Fahrbahnquerungen beseitigt und die Fahrbahndecke erneuert. Hier wurde im Juli drei Wochen gebaut, Kostenpunkt rund 47.000 Euro. Etwa 28.000 Euro kostete die Stabilisierung des Fahrbahnrandes an zwei Schadstellen der K 128 von der B 88 nach Großgölitz. Hier dauerte die Ausbesserung zwei Wochen. In der vergangenen Woche wurden Markierungsarbeiten an Teilen der K 18, der K 121 und der K 149 für 22.000 Euro abgeschlossen.

An der K 113 bei Partschefeld muss nach einer Unterspülung der Hang gesichert werden. Die Arbeiten sind bereits beauftragt und haben ein Volumen von rund 65.000 Euro. An der K 173 bei Allersdorf muss für etwa 11.000 Euro ein Durchlass repariert werden. An der K 181 zwischen Hohenwarte und Kaulsdorf werden Fangnetze zur Böschungssicherung angebracht, deren Notwendigkeit durch rutschende Gesteins- und Erdmassen nach den Starkregen im August belegt worden war. Hier sind etwa 25.000 Euro geplant. Dazu kommen weitere kleine Maßnahmen wie der Austausch von Verkehrsschildern.

Für das kommende Jahr sind Oberflächenbehandlungen in Höhe von insgesamt 225.000 Euro geplant. Behandelt werden sollen die K 14 von der B 85 in Teichel bis zum Ende der Kreisstraße in Milbitz bei Teichel, die K 118 von der B90(n) vor der Ortslage Eichfeld bis Ende der Kreisstraße in Keilhau, die K 120 von der B 88 in Richtung Kleingölitz (Ende Neubaustrecke) sowie auf der Strecke und die K 123 von der B 88 zum Ortseingang Großgölitz.

Reparatur der Fahrbahndecke

Hinzu kommen die Reparatur der Fahrbahndecke an der K 111 von der B 90(n) in Richtung Sundremda vor Beginn der Gefällestrecke, beziffert mit rund 40.000 Euro, eine Befestigung der Bankette an der K 184 von Gösselsdorf bis Reichmannsdorf für 40.000 Euro sowie die Stabilisierung und das Errichten einer Leitplanke an der K 153 für 35.000 Euro. In der Ortslage Lothra (K 167) soll für rund 10.000 Euro eine Abflussrinne instandgesetzt werden, Markierungsarbeiten sollen nach durchgeführten Oberflächenbehandlungen an der K 174, K 175, K 176, K 183 sowie der K 186 (Meura) und der K 140 (Wickersdorf) für insgesamt 30.000 Euro getätigt werden. Zusätzlich wird mit etwa 20.000 Euro für kleinere Winterschäden gerechnet.

Der Kreistag hatte zuvor beschlossen, jährlich 300.000 Euro für den Erhalt des Kreisstraßennetzes aufzuwenden. „Dieser Beschluss versetzt uns in die Lage, den durch die zu geringe Finanzausstattung des Landkreises entstandenen Instandhaltungsstau endlich Stück für Stück abzubauen“, sagte Landrat Marko Wolfram (SPD). 2016 standen für Erhaltungsmaßnahmen lediglich 150.000 Euro zur Verfügung, im Folgejahr 175.000 Euro. 2018 wurde die Summe auf knapp 420.000 Euro aufgestockt.