Sabine zeigt sich in Region als relativ braves Mädchen

Landkreis.  Sturmtief verursacht ein paar Straßensperrungen und insgesamt 21 Einsätze im Landkreis

Einsatzkräfte der Bad Blankenburger Feuerwehr beseitigen in der Siedlung einen Baum, der eine Absperrung umgerissen und ein Auto beschädigt hatte. Bereits in der Nacht waren die Feuerwehrleute wegen Sturmschäden im Schwarzatal im Einsatz gewesen.

Einsatzkräfte der Bad Blankenburger Feuerwehr beseitigen in der Siedlung einen Baum, der eine Absperrung umgerissen und ein Auto beschädigt hatte. Bereits in der Nacht waren die Feuerwehrleute wegen Sturmschäden im Schwarzatal im Einsatz gewesen.

Foto: Roberto Burian

Andrea Wende begegnete Sabine am Montagmorgen unmittelbar: Auf die Straße zu ihrem Wohnhaus in Könitz hatte der Sturm einen betagten Apfelbaum gelegt. Glücklicherweise war Wendes Sohn mit unterwegs, holte rasch Axt und Säge und beseitigte die Blockade. So blieb es für die Bürgermeisterin der Gemeinde Unterwellenborn lediglich bei ein paar Minuten Verspätung auf dem Arbeitsweg.

Birke auf Bootshaus an Alterbucht gekippt

Auf mehr oder weniger nervige Verkehrsbehinderungen beschränkten sich die Folgen des Wintersturms fast überall im Landkreis. Ein paar umgestürzte Fichten auf der Straße zwischen Neidenberga und Reitzengeschwenda seien bereits am frühen Morgen von der Feuerwehr abgeräumt worden, informierte Bürgermeister Henry Drogatz (SPD).

Aus Wendes Gemeindegebiet wurden lediglich einzelne umgestürzte Bäume auf der Zufahrt gen Saalthal-Alter vermeldet; laut Feuerwehr entstand ein Gebäudeschaden nur am Bootshaus des SV 1830 Schwarza, wo eine etwas massivere Birke an Außenmauer und Dach gekippt war, ohne aber zu größeren Zerstörungen zu führen. In Eichicht hatte der Bauhof lediglich eine geknickte Birke von der Straße am Ausgleichbecken räumen müssen.

Die massivste Folge innerhalb des Landkreises zeitigte Sabine demnach im unteren Schwarzatal, wo südlich von Bad Blankenburg einige Felsbrocken auf die Straße gestürzt waren, die deshalb bis in den Nachmittag gesperrt blieb.

Zwei örtliche Stromausfälle durch Sturm

Zeitweilig gesperrt wegen umgestürzter Bäume waren laut Polizei auch die B 90 zwischen Leutenberg und Lichtentanne, die Straße zwischen Deesbach und Oberweißbach, die Verbindungen zwischen Lehesten und Röttersdorf sowie nach Steinbach am Wald und in der Siedlung von Bad Blankenburg. Opfer des Sturms wurde laut Polizei ferner eine der Ampeln am Stahlwerk in Unterwellenborn.

Wie das Landratsamt mitteilte, registrierte die Rettungsleitstelle die meisten Anrufe und Einsätze wegen Sturmschäden am Montag zwischen 3.30 Uhr und 6 Uhr sowie in einer zweiten Welle zwischen 11 und 13 Uhr. Insgesamt gab es 21 Einsätze in Saalfeld-Rudolstadt sowie 60 im Saale-Orla-Kreis.

Neben diversen auf Straßen gestürzten Bäumen – in Lobenstein traf es auch den Weihnachtsbaum auf dem Markt – wurden vereinzelt lose Dachplatten gemeldet. Darüber hinaus gab es am Sonntagabend einen Stromausfall in Lehesten und am Montagmittag eine beschädigte Stromleitung bei Ziegenrück/Eßbach.

Im Forstamt Gehren, das weite Teile des Waldes im Westen des Landkreises betreut, gab Amtsleiter Karsten Rose gegen Mittag teilweise Entwarnung: Es habe nur wenige, einzelne Bäume erwischt; der Schaden wird auf etwa 500 bis 1000 Festmeter beziffert.

Ähnliche Schätzungen hat Matthias Eckardt, Chef des Forstamts Saalfeld-Rudolstadt, für die Reviere um Lehesten und Tännich übermittelt bekommen, auch dort betreffe es vor allem einzelne Bäume und keine ganzen Flächen. Zudem seien etliche Waldwege blockiert, hieß es gestern.