Schwarzmühle: Dornröschenschlaf im „Waldfrieden“ ist vorbei

Henry Trefz
Geschäftsführer Sascha Schwarze und Restaurantleiterin Mandy Euchler hängen mit den noch grünen Geranienkästen auf der Terrasse im Hotel "Waldfrieden" in Schwarzmühle auch ihre Bereitschaft für Übernachtungsgäste wieder nach draußen.

Geschäftsführer Sascha Schwarze und Restaurantleiterin Mandy Euchler hängen mit den noch grünen Geranienkästen auf der Terrasse im Hotel "Waldfrieden" in Schwarzmühle auch ihre Bereitschaft für Übernachtungsgäste wieder nach draußen.

Foto: Henry Trefz

Schwarzmühle.  Hotelier Sascha Schwarze und sein 20-köpfiges Team sind nach 220 Tagen Zwangsnarkose endlich wieder für die Gäste da

Noch ist der kleine Parkplatz des Hotel Waldfrieden in Schwarzmühle an diesem Freitag Morgen leer, doch das soll sich bald ändern. „Wir haben gleich am 2. Juni, als Öffnungen möglich wurden, überlegt und für den Tag darauf zu einem großen Treffen aller Mitarbeiter ins Hotel eingeladen, erzählt Geschäftsführer Sascha Schwarze. In den Startlöchern war man nämlich seit dem Beginn des jüngsten Lockdowns am 2. November 2020 schon mehrfach. „Doch irgendwann haben Küchenchef Stephan Jüttner, Restaurantleiterin Mandy Euchler und ich die trügerischen Hoffnungen aufgegeben und lieber auf verlässliche Signale gewartet“, schildert Schwarze seine frustrierende Zwangspause. Natürlich habe er mit dem ganzen Team, das er fast komplett und durchgehend in Kurzarbeit schicken musste, auch zwischendurch in Kontakt gestanden. „Doch als zum Zählappell wirklich fast alle wieder da waren, war ich sehr erleichtert und habe den Ruf unserer Truppe als einer Art großer Familie wieder einmal bestätigt gefunden.“

Selbst jene, die während der Zeit ihr Rentenalter erreicht haben waren da, aber auch die Neuankömmlinge, mit denen die Einstellungsgespräche erfolgreich waren. Genauso wie beim Personal setzt Sascha Schwarze auf die Stammgäste.

Nicht schon zum letzten Wochenende hektisch aufgesperrt zu haben, verteidigt der Chef so: „Nach so langer Vollnarkose sind alle Routinen eingerostet, muss das eingemottete Haus wieder in Schwung kommen, wollen saisonal angepasste Dekorationen wieder entfaltet sein. Selbst die Kaffeeautomaten muss man höflich fragen, ob man es gemeinsam wieder versuchen will“, schmunzelt Schwarze und lässt eine Tasse testen: Alles ist gelungen.