Veranstaltungsreihe

Unterwellenborn: Mit Geschichten gegen den Verfall angehen

Unterwellenborn.  Erzählsalons des Kulturpalast-Vereins Unterwellenborn sollen Erinnern stützen und Blick in die Zukunft ermöglichen

Erzählsalon-"Erfinderin" Kathrin Rohnstock im Gespräch mit den Zeitzeugen des einstigen Lebens im und mit dem Kulturpalast der Maxhütte, darunter der letzte Leiter Reinhard Salzmann (2.v.r.).

Erzählsalon-"Erfinderin" Kathrin Rohnstock im Gespräch mit den Zeitzeugen des einstigen Lebens im und mit dem Kulturpalast der Maxhütte, darunter der letzte Leiter Reinhard Salzmann (2.v.r.).

Foto: Verein Kulturpalast

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Weil Aufgeben mit Vergessen beginnt und die Mitglieder des Vereins Kulturpalast Unterwellenborn genau das nicht wollen, laden sie ein zum zweiten Erzählsalon des Projekts „Aus Erinnerung Zukunft schmieden“. Am 28. November erzählen unter anderem Michael Goschütz, ein Urgestein des Hauses nicht nur im damaligen Singeklub, Christel Esefeld, Vorsitzende des Vereins Maxhüttenchor und Reinhard Salzmann, letzter Kulturhausleiter ihre Geschichten aus dem Kulturpalast.

Als Kulturhaus der Maxhütte war der Kulturpalast in Unterwellenborn zu DDR-Zeiten ein stolzes kulturelles Zentrum der Region. Schon beim Bau – die Grundsteinlegung fand 1952 statt – halfen viele Stahlwerker in ihrer Freizeit mit. Im Kulturpalast verbrachten viele ihre Jugendjahre. Heute engagiert sich vor allem der Verein Kulturpalast Unterwellenborn für die Zukunft des Hauses. Allein 30.000 Besucher der Internetseite des Vereins in diesem Jahr belegen, dass die Mitglieder mit ihrem Anliegen wohl nicht allein stehen. Der Kulturpalast soll vor dem Verfall gerettet, saniert und wiederbelebt werden – als regionales Kulturzentrum, in dem viele Ideen ihren Platz finden.

Geschichten sollen aufgeschrieben und bewahrt werden

Rohnstock Biografien aus Berlin unterstützt den Verein bei diesem Engagement. Mit dieser Kooperation soll an die Erinnerungen der Menschen angeknüpft werden, die im Kulturhaus aktiv waren, die es mit aufgebaut haben, mit ihm aufgewachsen sind. Die Geschichten sollen aufgeschrieben und so für kommende Generationen erhalten werden. Jeder ist eingeladen, im Erzählsalon seine Geschichte zu erzählen: Wer kann sich noch erinnern – an die kleinen wie die großen Begebenheiten im Kulturpalast? Was erlebten die Menschen hier? Was und wie haben sie mitgestaltet? Egal, ob sie im Theater mitgespielt haben oder im Orchester, ob sie bei den Amateurfilmern lernten oder im Zirkel schreibender Arbeiter dichteten. Die Veranstalter möchten alle einladen, ihre Erinnerungen an den Palast zu teilen. Nach dem erfolgreichen Auftakt am 8. November geht bei der nächsten Auflage Erlebnisse, die unterstreichen, dass die Ausstrahlung des Kulturpalastes weit über Maxhütte und Unterwellenborn hinaus reichte. In der dritten und letzten Veranstaltung des Projekts wird der Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen. Was wünschen sich die Menschen für den Kulturpalast? Wie kann heute ein Kulturzentrum für Jung und Alt aussehen? Was sollte es bieten?

Termine: 28.11.2019, um 18 Uhr: „Strahlkraft Kulturpalast: Wie strahlte der Kulturpalast in die Region aus?“; 16.01.2020, um 18 Uhr: „Eine Zukunft für den Kulturpalast“. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus „Schacht Luise“ in Goßwitz, der Eintritt ist frei. Wer seine Geschichte erzählen möchte, kann sich anmelden unter Tel. 030 - 40 50 43 50 oder per E-Mail an: antje.kaeske@rohnstock-biografien.de

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.