Verfassungs-Jubiläum findet auch überregional Beachtung

Schwarzburg  Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet aus Schwarzburg. Zu Wort kommen Mitglieder des Fördervereins

Der Ort im Schwarzatal fand am Wochenende auch überregional viel Beachtung. Zahlreiche Medien berichteten von dem Fest anlässlich des 100. Jahrestages der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) widmete Schwarzburg in ihrer Samstag-ausgabe einen Hauptbeitrag auf der Politikseite. Unter der Überschrift „Schwarzburger Republik“ befasst sich Autor Stefan Locke mit Geschichte und Gegenwart des Ortes. Seine Gesprächspartner sind die ehemalige Vorsitzende des Fördervereins Schloss Schwarzburg, Kristine Glatzel, und ihr Nachfolger Michael Baum.

In dem Artikel spannt er den Bogen von dem Besuch Friedrich Eberts 1919 in Schwarzburg und der angespannten Situation zur dieser Zeit in Weimar über die Hochzeiten der Sommerfrische in den Zwanzigerjahren und auch zu DDR-Zeiten bis hin zur Zerstörung des Schlosses durch die Nazis und ihren von den Kriegsereignissen durchkreuzten Plänen, hier ein Reichsgästehaus zu errichten. Als „Denkort der Demokratie“ will das Schwarzburg der Gegenwart einen Beitrag gegen das Vergessen leisten, erfährt der Leser. Berichtet wird aber ebenso von der örtlichen Feuerwehr, deren kaputtes Löschfahrzeug nicht ersetzt wird, vom Aus für die Forstfachschule und von der „Zukunftswerkstatt“, die sich auch um den Leerstand im Ort kümmern will. In einem Ort, in dem die AfD im Mai bei der Wahl knapp 27 Prozent der Stimmen erhielt, sei es wichtig, dem etwas entgegenzusetzen, sagt Michael Baum dem Autor. Dafür ist das Erinnern daran, welche Rolle Schwarzburg vor 100 Jahren gespielt hat, genau richtig.

Das im Mai vergangenen Jahres neu eröffnete Zeughaus mit der Waffensammlung und die Fürstlichen Erlebniswelten indes werden in dem Text nicht erwähnt.

Der Autor des Beitrags, Stefan Locke, kam 1974 in Bautzen zur Welt. Er studierte in Dresden und Portland/Oregon Betriebswirtschaftslehre und an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Anschließend arbeitete als Redakteur für die „Dresdner Morgenpost“. Von 2008 an schrieb er für die FAZ und andere Blätter Berichte und Reportagen vor allem aus dem Osten Deutschlands. Seit September 2016 ist er politischer Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

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