2020 ist Baustart für vier neue Kreisverkehre in Saalfeld

Saalfeld.  Mit dem Umbau der Rudolstädter Straße startet ein großes Bauprojekt, das für Diskussionen sorgen wird. Und es wird noch weitere Baustellen geben.

Ein Großprojekt wirft seine Schatten voraus: Die Rudolstädter Straße in Saalfeld soll ab dem Jahr 2020 umgebaut werden. Es entstehen insgesamt vier neue Kreisverkehre.

Ein Großprojekt wirft seine Schatten voraus: Die Rudolstädter Straße in Saalfeld soll ab dem Jahr 2020 umgebaut werden. Es entstehen insgesamt vier neue Kreisverkehre.

Foto: Guido Berg

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Das noch junge Jahr 2020 wird ein Jahr großer Bauvorhaben in der Kreisstadt Saalfeld - allen voran der Umbau der Rudolstädter Straße, also der Bundesstraße 281. Wie Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania (CDU) und Tiefbauamts-Chef Uwe Neumann in einer Einwohnerversammlung am Montagabend bekannt machten, soll der Umbau der wichtigen Einfahrtsstraße ins Stadtzentrum im August oder September dieses Jahres beginnen und im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

„Das Jahr 2021 wird das kritischste Jahr“ in Saalfeld

Uwe Neumann zufolge werden beim Umbau der Rudolstädter Straße allein vier neue Kreisverkehre errichtet. Früheren Angaben der Stadtverwaltung zufolge entstehen die neuen Kreisel an diesen Stellen:

• Kreuzung Marktkauf/Star-Tankstelle (Mittlerer Watzenbach / Rudolstädter Straße / Christian-Wagner-Straße)

• Kreuzung Marktkauf/Dänisches Bettenlager (Mittlerer Watzenbach)

• Höhe Zufahrt Mercedes Müller / Optimax (Rudolstädter Straße)

• Fingersteinkreuzung (Friedensstraße / Rudolstädter Straße / Beulwitzer Straße / Fingersteinstraße)

Wie Neumann weiter erklärte, erfolge der Umbau der Rudolstädter Straße in drei Bauabschnitten. Dabei werde der Straßenverkehr in Saalfeld teilweise erheblich durch die Bauarbeiten behindert. „Das Jahr 2021 wird das kritischste Jahr“, prophezeite der Tiefbauamts-Chef. Der Grund: Der Umbau der Kreuzung an der Tankstelle erfolge dann unter Vollsperrung. Dafür werde es Umleitungsverkehr geben müssen. Neumann: „Es werden Straßen mit Verkehr belastet, die heute noch nicht so sehr mit Verkehr belastet sind.“

Öffentliche Präsentation der Umbau-Pläne am 3. Februar 2020

Obwohl in Thüringen keine Anliegerbeiträge mehr erhoben werden und die Stadt Saalfeld daher nicht zu Anwohnerversammlungen verpflichtet sei, sollen die Bürger nach dem Willen von Bürgermeister Kania dennoch an den Bauprojekten in Saalfeld beteiligt werden. Aus diesem Grund finde am 3. Februar im Bürger- und Behördenhaus am Markt 6 zum Umbau der Rudolstädter Straße eine öffentliche Präsentation des Bauvorhabens statt, informierte Kania.

Die Rudolstädter Straße ist indes nicht das einzige Bauvorhaben, dass 2020 in Saalfeld für Gesprächsstoff sorgen wird. Auch für die Sanierung der Saalfelder Köditzgasse soll noch in diesem Jahr die Bauarbeiten beginnen. Dem Vernehmen nach sind marode Gasleitungen Grund für eine gewisse Dringlichkeit. Kania kündigte auch für das Projekt Köditzgasse eine öffentliche Beteiligung an, musste jedoch auf Anfrage einräumen, dass die konkreten Planungen „erst in den nächsten Tagen“ beginnen werden. Mitte des Jahres soll Baubeginn sein.

Siechenbachtal soll noch 2020 wieder begehbar sein

Ferner kündigte der Bürgermeister an, dass das bislang aus Sicherheitsgründen gesperrte Siechenbachtal noch 2020 wieder begehbar sein soll. Zwar werde es keine Fördermittel des Freistaates geben, da ein entsprechendes Förderprogramm eingestellt worden sei. „Daher wollen wir mit einfachen Mitteln arbeiten“, erklärte der Bürgermeister, der ankündigte, die Siechenbachtal-Pläne würden am Mittwoch dieser Woche im Bauausschuss öffentlich vorgestellt.

Auch für die Umgestaltung des Dürerparks werde 2020 Baubeginn sein, so der Bürgermeister weiter. Voraussetzung sei das Eintreffen eines Fördermittelbescheides. Auch der Bau einer Radbrücke über die Saale zwischen Obernitz und Reschwitz werde 2020 begonnen, kündigte Kania an. Zudem würden mehrere Planungen unter der Teilhabe der Bürger in diesem Jahr vorangetrieben. So für die Neugestaltung des Boulevards Blankenburger Straße und des Kirchplatzes, aber auch für umstrittene Neugestaltung der Knochstraße. Für die werde es laut Kania aufgrund der vielen Interessen „nicht die eine Variante geben, die am Ende alle glücklich macht“.

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