500 Minijobs im Coronajahr weggefallen in Saalfeld-Rudolstadt

In der Gebäudereinigung sind Minijobs besonders stark verbreitet – und werden für die Betroffenen häufig zur Armutsfalle. Die IG BAU fordert, 450-Euro-Stellen sozialversicherungspflichtig zumachen.

In der Gebäudereinigung sind Minijobs besonders stark verbreitet – und werden für die Betroffenen häufig zur Armutsfalle. Die IG BAU fordert, 450-Euro-Stellen sozialversicherungspflichtig zumachen.

Foto: IG BAU / Symbolbild

Saalfeld.  Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt teilt jetzt mit, dass im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 2020 rund 500 Minijobs verloren gegangen sind.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind im vergangenen Jahr rund 500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse verloren gegangen. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang zeigt, dass Minijobs in der Pandemie schnell zur Falle werden.

In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter- noch aufs Arbeitslosengeld haben“, kritisiert Ralf Eckardt von der IG BAU Erfurt. In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet. Betroffene müssten besser geschützt und Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden.