Acht neue KomBus-Kraftfahrer auf dem Sprung: IHK-Experten testen in der praktischen Prüfung die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse künftiger Busfahrer

Saalfeld  Auf dem KomBus-Betriebshof in Saalfeld stellten sich jetzt zehn Jugendliche den kritischen Augen und Ohren der IHK-Prüfungskommission für Berufskraftfahrer im Personenverkehr. Neun Auszubildende der KomBus und einer des Verkehrsunternehmens Schröder aus Hermsdorf absolvierten fünf anspruchsvolle Komplexe bei der praktischen Prüfung. Das geht aus einer Mitteilung der KomBus hervor.

Die nunmehr fertigen KomBus-Auszubildenden: Gina Jakubowski, Sarah Julia Glaser, Doreen Weiß, Amy-Justine Spindler, Justyn Gründer, Sascha Hinz, Robin Streichhardt und Tobias Bauchspieß.

Die nunmehr fertigen KomBus-Auszubildenden: Gina Jakubowski, Sarah Julia Glaser, Doreen Weiß, Amy-Justine Spindler, Justyn Gründer, Sascha Hinz, Robin Streichhardt und Tobias Bauchspieß.

Foto: Michael Algermissen

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Vor der Teilnahme am Straßenverkehr steht immer die Überprüfung der Verkehrssicherheit des Fahrzeugs. Deshalb führten die Prüflinge zuerst eine Abfahrtskontrolle durch. KomBus-Ausbildungsleiter Michael Algermissen: „Beim Bus erfolgt die Kontrolle noch gründlicher als beim PKW, da man zusätzlich die Verantwortung für die Fahrgäste trägt. Eine einwandfreie Funktion von Bremsen, Reifen, Motor, Elektronik, Türen, Heizung, Feuerlöscher und Notmeldesystemen und die ausreichende Vorhaltung aller Betriebsstoffe ist unbedingte Voraussetzung einer Fahrt. Bis hin zur Funktionsfähigkeit des EG-Kontrollgerätes muss jeder Auszubildende in der Lage sein, diesen Check durchzuführen und dem Prüfer zu erläutern. “

Weiter ging es mit einer 45-minütige Prüfungsfahrt durch Saalfeld. Hierbei kam es insbesondere auf die komfortable Beförderung von Fahrgästen durch gleichmäßiges Beschleunigen, ruhige Fahrweise und ruckfreies Bremsen an. Die Auszubildenden müssen über Kenntnisse zur sicheren Führung des Busses sowie die umweltbewusste und energiesparende Fahrweise verfügen und diese auch praktisch anwenden.

Wenn es im Straßenverkehr mal eng wird, ist souveränes Reagieren gefragt. Deshalb standen auch die Grundfahraufgaben auf dem Programm. Slalom-Rückwärtsfahren, Einfahren in eine Haltestelle, Auffahren auf eine Arbeitsgrube, Einfahren in eine Parklücke und das Wenden in drei Zügen meisterten alle Auszubildenden mit Bravour.

Erster Ansprechpartner für die Fahrgäste

Für den, der beruflich am Steuer eines Busses sitzt, ist es mit dem reinen Lenken des Fahrzeuges nicht getan. Busfahrer sind die ersten Ansprechpartner für die Fahrgäste, wenn es um Informationen rund um Fahrpläne und Tarife geht. Deshalb war das Kundengespräch ein weiterer wichtiger Bestandteil der Prüfung. Vor dem Erteilen von Auskünften steht in der Praxis natürlich das verkehrssichere Bewegen des Busses.

Die letzte Aufgabe war die Störungssuche. Ein simulierter Defekt am Bus musste erkannt und die Möglichkeiten der Beseitigung erläutert werden.

Die praktischen Prüfungsaufgaben und natürlich auch die vorangehende mündliche Prüfung haben alle Jugendlichen erfolgreich bestanden. Acht der KomBus-Auszubildenden unterschrieben gleich im Anschluss ihre Arbeitsverträge. Gina Jakubowski, Robin Streichhardt, Tobias Bauchspieß, Sarah Julia Glaser, Justyn Gründer, Sascha Hinz, Amy-Justine Spindler und Doreen Weiß verstärken seitdem das KomBus-Team und fahren in den Niederlassungen Rudolstadt, Saalfeld und Pößneck.

Im September beginnen wieder insgesamt 14 Jugendliche eine Lehre bei KomBus. Zwölf von ihnen werden zu Berufskraftfahrern im Personenverkehr und zwei zu Kfz-Mechatronikern ausgebildet. Insgesamt beschäftigt die KomBus dann 38 Auszubildende in ihren Betriebsteilen in Saalfeld, Pößneck, Rudolstadt, Schleiz, Bad Lobenstein und Mellenbach. „Wer seine Lehre bei KomBus erfolgreich abschließt, hat eine sehr gute Chance auf einen festen Job“, so Geschäftsführer Bert Hamm. „Wir bilden unseren eigenen Nachwuchs aus und bieten Jugendlichen so eine echte Perspektive in unserer Region. Für das im September beginnende Ausbildungsjahr gibt es noch jeweils einen freien Ausbildungsplatz für Kfz- Mechatroniker und Fachinformatiker für Systemintegration.“ (red)

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