AfD-Fraktion im Stadtrat Rudolstadt will eine „Lutz-Schmidt-Siedlung“

Rudolstadt.  Antrag soll im Stadtrat zur Abstimmung kommen - Ehrung auch für den Komponisten Rudolf Herzer beantragt.

Die Beräumung des Geländes der Abschleppfirma Schmidt sit so gut wie abgeschlossen. Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen, das sich südlich der Catharinauer Straße befindet.

Die Beräumung des Geländes der Abschleppfirma Schmidt sit so gut wie abgeschlossen. Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen, das sich südlich der Catharinauer Straße befindet.

Foto: Peter Scholz

Eine „Rudolf-Herzer-Straße“ mitten in der „Lutz-Schmidt-Siedlung“ - so stellt sich die AfD-Fraktion im Stadtrat die Namensgebung in Rudolstadts jüngstem Wohngebiet vor. Der entsprechende Antrag wird demnächst den zuständigen Ausschuss und den Stadtrat beschäftigen.

Als „Lutz-Schmidt-Siedlung“ sollen künftig die bereits vor 30 Jahren errichteten Eigenheime entlang der Catharinauer Straße, das südlich davon gelegene Wohngebiet „Saalevorländer“ und das nördlich der Straße geplante neue Wohngebiet bezeichnet werden. Damit wolle man dazu beitragen, dass „ein verdienstvoller Rudolstädter Bürger nicht in Vergessenheit gerät“, heißt es in der Begründung.

Lutz Schmidt war am 13. August 2018 verstorben. Bis dahin gehörte er dem Rudolstädter Stadtrat an und war einer der Gründerväter der Wählervereinigung „Bürger für Rudolstadt“. Der Bau- und Abschleppunternehmer, der über alle Parteigrenzen hinweg ein hohes Ansehen genoss, hatte sein Firmengelände im Bereich des jetzt beplanten neuen Wohngebietes.

Für die neu zu bauende Erschließungsstraße südlich der Catharinauer Straße schlägt die AfD-Fraktion darüber hinaus den Namen „Rudolf-Herzer-Straße“ vor. Der 1914 verstorbene Komponist des bekannten Militärmarsches „Hoch Heidecksburg“ war schon häufiger als Namenspate im Gespräch. Nun soll der „Botschafter unserer Stadt in der ganzen Welt“ die Adresse für die rund drei Dutzend geplanten Baugrundstücke im Stadtteil Cumbach sein.