Schlittschuhlaufen in Saalfeld

Auf Kufen durch den Advent

Saalfeld.  Zum fünften Mal seit 2015 zieht die Eislaufbahn auf dem Saalfelder Markt Besucher zum kleinen Wintersport für zwischendurch in die Innenstadt.

Die beiden Freundinnen Nina Gründler (rechts) und Linda Raabe aus Saalfeld drehen ein paar Runden auf dem Eis.

Die beiden Freundinnen Nina Gründler (rechts) und Linda Raabe aus Saalfeld drehen ein paar Runden auf dem Eis.

Foto: Robin Kraska

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Erst vier Jahre alt und schon fast nicht mehr wegzudenken: 2015 feierte das Vergnügen auf Kufen unter dem Namen „Saalfelder Eiszauber“ Premiere und hatte seitdem jedes Jahr Tausende Besucher. Da darf man schon von einer Erfolgsgeschichte sprechen - oder? „Ich denke, es wäre inzwischen ein Verlust, gäbe es die Bahn ein Jahr nicht“, findet Initiator Christian Faber.

Seit voriger Woche Montag, 25. November, ist die Fläche geöffnet. Faber schätzt die tägliche Besucherzahl auf bis zu 300. Viele hätten die Eröffnung vor einer Woche schon herbeigesehnt. „Der verkaufsoffene Sonntag lief natürlich besonders gut, genau wie die erste Eisdisco am Freitagabend“, sagt der 47-jährige Unternehmer. „Inzwischen haben wir einige Erfahrungen gesammelt.“ Tatsächlich sieht Faber den fünften Eiszauber längst in der Saalfelder Bevölkerung angekommen, wobei es gelungen sei, auch Skeptiker zu überzeugen. „Unsere ersten Anmeldungen fürs Eisstockschießen hatten wir schon im Juli, dazu Weihnachtsfeiern, Schülergruppen und sogar schon Sportstunden, die von der Turnhalle aufs Eis verlagert wurden“, ergänzt er.

„Stadttore auf Eis“ im nächsten Jahr?

Den Eisläufern stehen 420 Leih-Schuhpaare der Größen 26 bis 48 und zwölf Laufhilfen für Anfänger zur Verfügung. „Inzwischen gibt es aber auch viele Stammläufer, die ihre eigene Ausrüstung mitbringen. Man kennt sich so langsam.“ Über die Hälfte der Gäste wagten sich seiner Erfahrung nach zum ersten Mal überhaupt auf Eis, sagt Christian Faber.

Augenscheinlich keine Neulinge sind die beiden Schulfreundinnen Nina Gründler und Linda Raabe aus Saalfeld. Sichtlich geübt drehen sie schnelle Runden auf der Bahn, die wie in den Vorjahren noch bis Anfang Januar geöffnet ist. Nina und Linda sind mit ihren Eltern gekommen, die ebenfalls angetan sind. „Ich hoffe, Herr Faber macht es noch einige Jahre weiter“, sagt Lindas Mutter Daniela Raabe und lobt das offenere Erscheinungsbild der Anlage im Vergleich zu den Vorjahren. Der unfallträchtige Treppenzugang wurde durch eine barrierefreie Rampe ersetzt, dazu sind die Banden deutlich niedriger. Faber zufolge habe es schon Anfragen von Rollstuhlfahrern und Betreuern behinderter Menschen gegeben. „Das ist prinzipiell auch möglich, na klar!“

Daniela Raabe sieht auch einen gesundheitlichen Effekt: „Die Eisbahn zieht auch in der kalten Jahreszeit nach draußen, die Kinder bewegen sich an der frischen Luft und haben Spaß“. Und ihr Gatte Jens: „Außerdem müssten wir sonst bis nach Weimar fahren“. Selbst verzichten sie aber lieber auf den Gang aufs Glatte.

Das will auch Christian Faber selbst tun, zumindest bis nach den Feiertagen. „Ich werde ja zu Hause noch gebraucht“, scherzt er. „Tatsächlich war ich bis dato selbst kein Eisläufer, doch es klappt immer besser“. Nun hofft er, dass die der Eisschicht zusetzenden Temperaturschwankungen der letzten Tage nachlassen und auch bald der vorhergesagte Schnee kommt. Für Auflage Numero sechs im kommenden Jahr hat er bereits einige Ideen im Kopf: „Mir schwebt vor, noch mehr Attraktionen für Kinder anzubieten“, so Faber. So sei denkbar, den junge Besuchern als Hauptzielgruppe eine Art Parcours mit kleinen Hindernissen aufzubauen, um den Eislaufspaß zu erhöhen. „Zum Beispiel könnten wir die vier Stadttore als dreidimensionale Modelle nachbauen, die es dann zu umfahren gilt“, kündigt er an.

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