Bei Jugendlichen sind die Tanz-Kurse beliebt

380 Schüler begleitet von ihren Angehörigen entern die Bad Blankenburger Stadthalle

Die Teilnehmer am Semperopernball Julia Ungelenke und Jan Müller.

Die Teilnehmer am Semperopernball Julia Ungelenke und Jan Müller.

Foto: Roberto Burian

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Geht eigentlich heute noch jemand zur Tanzstunde? Die großen Zeiten von Tanzorchestern à la Hugo Strasser, von Faltenrock mit Rüschenbluse, von strengen Benimmregeln auf dem Parkett sind sicher vorbei. Aber der Spaß an Walzer, Cha-Cha-Cha und Discofox offenbar nicht. Bei Jugendlichen sind die Tanz-Kurse wieder beliebt. Sie können dort unkompliziert neue Kontakte knüpfen und gemeinsam Spaß haben. Das zeigt auch der große Strom von Tanzpaaren, der am Freitag und Samstag die Bad Blankenburger Stadthalle in Beschlag nahm. 380 Schüler begleitet von ihren Angehörigen verwandelten das Haus wieder in einen rauschenden Ballsaal. Da ist Abendgarderobe angesagt. Und was erstaunlich ist, weil es bei Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren eigentlich unmöglich ist: Das Handy bleibt dort aus. Kaum einer checkt zwischendurch seine Nachrichten. Wie schafft man so etwas? „Musik ist ganz wichtig“, antwortet die Chefin Susanne Hähner, die den Jugendlichen das Tanzen beibringt. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist sicher auch, dass sie versucht, ihrem Kurs alles Steife zu nehmen, das mit Tanzschule so oft in Verbindung gebracht wird. Trotzdem finden es viele gut, dass man auch korrekte Umgangsformen mit auf den Weg bekommt. So leicht, wie es im Idealfall aussieht, ist Tanzen wirklich nicht! Es gehört schon eine Menge Konzentration dazu, um die Schritte in der richtigen Reihenfolge hinzukriegen und dem Partner nicht ständig auf die Füße zu treten. Unter den Teilnehmern sind auch die Saalfelder Gymnasiasten Julia Ungelenke und Jan Müller. Die zwei haben die Tickets für den nächsten Semperobernball in Dresden bereits sicher. Außer ihnen werden weitere 15 Paare daran teilnehmen. „Wir tanzen bereits seit der 9. Klasse zusammen, und es macht immer noch großen Spaß“, verrät der 18-Jährige. Julia spricht von einer „mega schönen Zeit“ bei ihrem letztjährigen Auftritt in Dresden. Das Gefühl, vor Millionen am TV und den Zuschauern in der Oper zu tanzen, sei schon eine coole Geschichte, finden beide. Für die jungen Tänzerinnen und Tänzer endet am Ballabend eine aufregende Zeit, und Wochen des Trainings werden mit einer unvergesslichen Erinnerung an eine außergewöhnliche Nacht belohnt. Auch der Termin für das große Jubiläumsfest zum 15. Semperopernball im nächsten Jahr steht schon: Die Nacht der Nächte steigt am 7. Februar 2020.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.