Beschäftigte in Saalfeld-Rudolstadt im ersten Halbjahr häufiger krankgeschrieben

Im Vergleich zum Vorjahr waren im ersten Halbjahr 2022 mehr Beschäftige im Landkreis krankgeschrieben.

Im Vergleich zum Vorjahr waren im ersten Halbjahr 2022 mehr Beschäftige im Landkreis krankgeschrieben.

Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Saalfeld.  Erkältungswelle hat Krankenstand in die Höhe getrieben. Fehlzeiten durch Corona verdreifacht

Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand in der Region lag bei 6,1 Prozent und damit um 34 Prozent über dem Niveau von 2021. Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 61 von 1000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren. Beim Blick auf die einzelnen Monate zeigt sich: Im März gab es im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg (plus 102 Prozent). Das geht aus dem Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hervor.

Verantwortlich für den Anstieg der Fehltage im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt waren vor allem Erkältungen. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 DAK-Versicherte insgesamt 241 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2021 (85 Tage). „Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, kommentiert Jörg Vollmer, von der DAK-Gesundheit in Saalfeld die Ergebnisse. Die Fehltage aufgrund von Corona sind um das Dreifache gestiegen: Statistisch gesehen kamen auf 100 DAK-Versicherte 95 Corona-Fehltage, 67 Tage mehr als im 1. Halbjahr 2021.

Der DAK-Gesundheitsreport zeigt zudem den Anteil der wichtigsten Krankheitsgruppen am gesamten Krankenstand: Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von Atemwegserkrankungen. Die Anzahl der Fehltage in diesem Bereich stieg um 184 Prozent auf 241 Tage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte an. An zweiter Stelle des Rankings folgten die Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie etwa Rückenleiden und an dritter die Verletzungen.