Biskupek rückt Ror Wolf in den Blickpunkt

Saalfeld  Veranstaltung in der Saale-Galerie

Titelseite des Poesiealbums zu Ror Wolf.

Titelseite des Poesiealbums zu Ror Wolf.

Foto: Verlag

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Am 29. Juni 2019 wurde der Dichter und Radio-Experimentator Ror Wolf 87 Jahre. Dieses unrunde Jubiläum nehmen die Saalfelder Saale-Galerie und der Theaterförderverein Rudolstadt zum Anlass, eine im März wegen Krankheit ausgefallene Veranstaltung nun morgen ab 17 Uhr nachzuholen.

Der Dichter, Radiomensch und Erzähler Ror Wolf, geboren am 29. Juni 1932 in Saalfeld, war zeitlebens ein Sprach-Experimentator, ein Pionier der Hör-Collage und Nutzer alter lyrischer Formen für neue Inhalte. Als Halbwüchsiger gründete er in Saalfeld eine experimentelle Jazzgruppe, die „Styx-Union“, in Frankfurt am Main ließ er ab Ende der 1950er mit seinen Gedichten aufhorchen. Aus witzigen Fan-Schlachtrufen und Allgemein-Weisheiten der Fußballsprache schaffte er Radiokunst-werke. Seine bildkünstlerischen Arbeiten korrespondieren damit; auch hier schafft er aus Erb-Stücken verblüffend Modernes. Immer aber versteht er sich als Fossil wie Erneuerer der Reimkunst. Nach über 30 Wohnungswechseln lebt er seit 1991 in Mainz.

Im Januar und Februar 2019 veranstaltete der Theaterförderverein Rudolstadt in der KulTourDiele eine Ausstellung mit Collagen von Ror Wolf. Zeitgleich war das „Poesiealbum 343“ mit Texten und Collagen von Ror Wolf im Märkischen Verlag Wilhelmshorst erschienen.

Der Rudolstädter Schriftsteller Matthias Biskupek erarbeitete zum 80. Geburtstag von Ror Wolf 2012 ein Radiostück „Eine Jugend in Saalfeld“. Dafür erzählte Wolf von frühen Bildungserlebnissen, der zerstörten Saalebrücke, von Schulen in Wickersdorf und Saalfeld, vom Schlösschen Kitzerstein, Probenort einer legendären Jazz-Gruppe und schließlich von seiner Lehre als Betonbauer in Unterwellenborn. (red)

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