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Neue Impulse für den Fortbestand des Museums Zum Volkskundemuseum Reitezengeschwenda: Das fünfzigjährige Bestehen einer musealen Einrichtung ist an sich nichts Außergewöhnliches. Dass sich das Volkskundemuseum Reitzengeschwenda (160 Einwohner), angefangen mit der Heimatstube ...

Neue Impulse für den Fortbestand des Museums

Zum Volkskundemuseum Reitezengeschwenda:

Das fünfzigjährige Bestehen einer musealen Einrichtung ist an sich nichts Außergewöhnliches. Dass sich das Volkskundemuseum Reitzengeschwenda (160 Einwohner), angefangen mit der Heimatstube 1969, zu einem mittelgroßen Museum mit, seit 1997 mit fünf Gebäuden entwickelte, ist allerdings nichts Alltägliches. Eine Leistung der kleinen bis 1994 selbstständigen Gemeinde Reitzengeschwenda. Auch dass der Begründer und langjährige Leiter der Einrichtung in gesundheitlich guter Verfassung dieses Jubiläum live miterleben und mit gestalten konnte, ist nicht unbedingt selbstverständlich.

So verliefen die ersten Vorbereitungen für das Fest zunächst ziemlich kontrovers. Bis der aus der Schweiz stammende Simon Egger, an sich ein Neubürger des Ortes, vor kurzem die Leitung des seit 2017 bestehenden Museumsvereines übernahm und Nägel mit Köpfen machte. Er, seine Frau, der junge, neue Museumsleiter und eine Handvoll tatkräftiger Vereinsmitglieder entwickelten in Absprache mit dem Museumsbegründer ein Festprogramm, das gastronomisch und kulturell keine Wünsche offen ließ. Bereits der Freitagabend mit einer Diaschau aus der Zeit zwischen 1960 und 2000 stieß auf großes Interesse. Am gleichen Abend wurde die Sonderausstellung zum gleichen Thema eröffnet. Der Sonnabend mit der Saalfelder Musikschule war mehr für Kinder und Jugendliche. Der Sonntag dann etwas für alle Freunde der Blasmusik, exzellent dargeboten von der „Ebersdorfer Blaskapelle“. Dazwischen Festgottesdienst in der Kirche mit brillantem Orgelspiel und dem Kirchenchor Drognitz.

Ich danke allen Beteiligten auch für die Ehrungen und Auszeichnungen und hoffe, was viel wichtiger ist, auf neue Impulse für den Fortbestand des Museums.

Hermann Hirschfeld,

Reitzengeschwenda

Das Gegenteil von Verstand

Zum Beitrag „AfD warnt vor Wahlfälschung“:

Die Landtagswahlen sind nah und die AfD, auch wenn sie Stimmen gewinnen sollte, wird nervös. Sie schlägt um sich. Für Höcke sind alle anderen Parteien eine „Saubande“. Aber auch die anderen Hergelaufenen aus dem Westen erkennen nicht, was für ein Bild sie abgeben: das eines Fünfjährigen, der Aufmerksamkeit will und ein simples Rezept verfolgt: Einfach das Gegenteil von dem machen, was man von Menschen mit Verstand erwarten kann.

Bei einem Kind geht das vorbei. Drehen aber Erwachsene durch wie die AfD-Oberen – alles Wessis – dann ist „Klima“ nur ein anderes Wort für Wetter. Und den Massenbetrug an Diesel- Besitzern gibt es auch nicht – das sollen nur die AfD-Anhänger glauben, während Eingeweihte „oben“ sich Klagen gegen Autokonzerne anschließen...

Jämmerlich finde ich, dass ein Herr Kaufmann auffordert: „Holen wir unser Land zurück!“ Wer ist für ihn „wir“ und was ist „unser Land“? Das ist es, warum diese Leute nichts zu sagen und nichts mitzubestimmen haben dürfen. Da müssen alle anderen Parteien, also die Saubande, zusammenhalten, und drüber stehen.

Was für eine Hörerschaft das in der Hetzienda war, muss ich nicht so genau wissen. Die und ich: wir haben die selbe Sonne über uns, aber um ihren bescheidenen Horizont beneide ich weder die Zuhörer noch Herrn Kaufmann, mit dem der Laden rechtsexotisch bleibt statt dem fernen Ziel „bürgerlich“ jemals näher zu kommen.

Gerd Behrens, Königsee

Baumfällung: eine Katastrophe

Zur Fällung eines Stadtbaumes in Saalfeld:

Mit Bestürzung habe ich erfahren, dass der alte Baum – ich glaube es war eine Linde – vor der Johanniskirche gefällt wurde. Dieser Baum spendete im Sommer viel Schatten und ich kann mir nicht denken, dass er so krank war, dass er gefällt werden musste. Die Innenstadt von Saalfeld ist zugepflastert, nur wenig Grün unterbricht die Versiegelung des Bodens. Im Sommer heizt sich die Luft stark auf und jeder ist froh, wenn er einen Platz im Schatten findet. Die vorhandenen Bäume sind nicht groß genug, um eine ausreichende Fläche zu beschatten. Schaut man sich den ökologischen Wert des Baumes an, ist das Fällen eine Katastrophe. Ein Baum ist ein Ökosystem in sich und ein wichtiger Bestandteil im Ökosystem Stadt. Viele Kleinstlebewesen, Vögel und auch Fledermäuse haben in der Baumkrone ihr Zuhause.

Blätter nehmen Sonnenlicht auf und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. Ein Baum in diesem Alter hat einen Wert von 20.000 bis 40.000 Euro. Ich erwarte, dass die Verantwortlichen der Stadt den ökologischen Wert durch Neupflanzungen ersetzen und auch die Bevölkerung darüber informiert wird. Wöchentlich gehen Menschen in der ganzen Welt auf die Straße und demonstrieren für eine gesündere Welt. Die CO2-Bilanz von Saalfeld verschlechtert sich dagegen. Da werden Bäume bei Straßenbaumaßnahmen beschädigt und müssen gefällt werden. Dieser gesunde Baum wurde ebenfalls aus dem Stadtbild genommen und die Krönung ist der Bau der Fabrik für Plastikprodukte, die die ökologischen Probleme noch mehr vergrößern werden. Dabei trägt die Stadt Saalfeld den Namen Kurstadt, ist sie das wirklich?

L. Hoffmann, Saalfeld

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