Bühnenbildner und Grafiker Volker Pfüller gestorben

Rudolstadt.  Theaterkünstler Volker Pfüller gehörte zu den prägendsten deutschen Vertretern seines Fachs. Seine letzte Wirkungsstätte war Rudolstadt.

Bühnenbildner Volker Pfüller ist am Freitag im Alter von 81 Jahren in Rudolstadt verstorben

Bühnenbildner Volker Pfüller ist am Freitag im Alter von 81 Jahren in Rudolstadt verstorben

Foto: Bettina Pfüller

Der Grafiker und Theaterkünstler Volker Pfüller ist am Freitag nach langer Krankheit in Rudolstadt gestorben. Das teilte seine Familie zusammen mit dem Theater Rudolstadt mit. Er war 81 Jahre alt.

Wie es in der Mitteilung heißt, gehörte Pfüller zu den prägendsten deutschen Bühnenbildnern der Gegenwart, sowohl als Praktiker, wie auch als Ausbilder an verschiedenen Kunsthochschulen. Pfüller wurde 1939 in Leipzig geboren und studierte in Berlin an der Fachhochschule für Angewandte Kunst sowie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Dort übernahm er 1990 die Leitung der Abteilung Bühnenbild und wurde 1992 zum Professor ernannt.

Von 1997 bis 2005 war Pfüller als Professor für Illustration an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst tätig. Seine erfolgreiche Theaterlaufbahn als Bühnen- und Kostümbildner führte ihn unter anderem ans Deutsche Theater Berlin, das er in den achtziger Jahren auch durch seine ausdrucksstarken Plakate maßgeblich prägte, an die Berliner Volksbühne, die Münchener Kammerspiele und das Thalia Theater Hamburg.

Er arbeitete mit Regisseuren wie Adolf Dresen, Dieter Dorn, Alexander Lang, Thomas Langhoff und Alexander Stillmark zusammen.

Viele seiner grafischen und bühnenbildnerischen Werke erhielten namhafte Auszeichnungen, etwa das Beste Plakate der DDR und 100 Beste Plakate des Jahres. Für sein Lebenswerk wurde er zuletzt 2019 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis geehrt.

In den letzten Jahren verantwortete er am Theater Rudolstadt zusammen mit Alexander Stillmark viele gemeinsame Inszenierungen. Ihre letzte Arbeit, ein Abend mit Texten des bayerischen Kabarettkünstlers Gerhard Polt, feierte dort erst am 9. Oktober Premiere.