SPD-Direktkandidat Cordelius Ilgmann: „Keine Region darf abgehängt werden“

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Cordelius Ilgmann  ist der Direktkandidat der SPD.

Cordelius Ilgmann ist der Direktkandidat der SPD.

Foto: SPD

Cordelius Ilgmann tritt für die SPD im Wahlkreis 195 an. Im Interview spricht er über Corona, Klimaschutz und seine Ziele für die kommende Legislatur.

Was wird die Wahl entscheiden?

Sachkompetenz, ein erkennbarer moralischer Kompass in sozialen Fragen sowie die Bereitschaft, die Dinge konkret anzupacken. Dahinter steht auch die Frage, wem die Menschen in unserem Land am ehesten zutrauen, den notwendigen Wandel zu gestalten. Ich bin davon überzeugt, dass wir als SPD mit Olaf Scholz als Kanzler hier das beste Angebot machen.

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Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Die Menschen im ländlichen Raum werden anders von technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sein, als die Menschen in Großstädten. Politik muss hier die Ziele für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und gut bezahlte Beschäftigung formulieren und umsetzen. Keine Region in unserem Land darf abgehängt werden. Dafür werde ich im Bundestag kämpfen.

Was wollen Sie für das Saale-Holzland erreichen?

Drei Dinge sind mir für die kommenden vier Jahre besonders wichtig: Erstens benötigen wir flächendeckende Versorgung mit Glasfaser und Mobilfunk, zweitens müssen wir die Löhne in Bereichen wie Pflege, Kinderbetreuung und Logistik deutlich erhöhen, um so dem Fachkräftemangel in diesen Branchen zu begegnen, und drittens müssen wir die Unternehmen dabei unterstützen, durch Investitionen nicht nur klimaneutral, sondern auch produktiver zu werden.

Ist der Klimaschutz die größte Herausforderung unserer Zeit?

Ja, aber er kann nicht losgelöst von den anderen Problemen der Gegenwart betrachtet werden. Digitalisierung, demografischer Wandel und Globalisierung werden uns ebenfalls vor große Herausforderungen stellen. Unsere komplexe Welt auf ein Thema reduzieren zu wollen, wird nicht funktionieren.

Was ist für Sie der entscheidende Punkt in dem Wahlprogramm Ihrer Partei?

Der Mindestlohn von 12 Euro – dies ist nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern auch der ökonomischen Vernunft, gerade in Thüringen angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels.

Bitte vervollständigen Sie den folgenden Satz: Corona ist für mich...

...eine persönliche, familiäre und berufliche Herausforderung, die wir aber gemeinsam im Kleinen wie im Großen bislang besser gemeistert haben, als im März 2020 zu befürchten war.

Steckbrief

Alter: 40

Ausbildung: Volkswirt (Dr. rer. Pol; Bachelor; Master) / Historiker (Magister Artium) – Universität Münster

Familienstand: verheiratet, vier Kinder, evangelisch-lutherisch

Wohnort: Weimar

Politischer Werdegang: SPD-Mitglied seit mehr als 20 Jahren

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