Das Siechenbachtal wird saniert - mit einfachsten Mitteln

Saalfeld.  Es ist „nicht das Optimum“: Bis Ende Juli 2020 wird das Siechebachtal für 60.000 Euro begehbar gemacht.

Das Siechenbachtal in Saalfeld sorgte häufig für Schlagzeilen. Im Sommer 2019 war es vollständig ausgetrocknet.

Das Siechenbachtal in Saalfeld sorgte häufig für Schlagzeilen. Im Sommer 2019 war es vollständig ausgetrocknet.

Foto: Guido Berg

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Siechenbachtal in Saalfeld soll bis Ende Juli 2020 wieder zugänglich werden. Das hat sich die Stadt Saalfeld vorgenommen, obwohl erhoffte Fördermittel des Freistaates Thüringen ausbleiben. Es habe sogar einen Schriftwechsel mit dem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) gegeben, der zunächst Städtebau-Fördermittel in Aussicht gestellt habe, erklärte Tiefbauamtschef Uwe Neumann am Mittwochabend im Bauausschuss. Jetzt sei gesagt worden, es werde keine Fördermittel geben.

Verwendet werden „relativ einfachen Konstruktionen“ aus Holz

Nun wird die Stadt mit eigenen Mitteln aktiv, wenn auch in sehr bescheidenem Umfang. Der neue Zimmermann im Bauhof habe sich die Brücken über den Siechenbach und auch die Geländer der Wanderwege angesehen. Er habe zugesagt, sie mit Holz-Materialien instandsetzen zu können. Alles zusammen werden diese “relativ einfachen Konstruktionen“ 60.000 Euro kosten, sagte Neumann. Bis zum Sommer solle das Siechenbachtal wieder begehbar sein. Es war bereits vor zwei Jahren für Wanderer mittels Hinweisschilder gesperrt worden, da die Brücken über den Siechenbach marode sind. Allerdings wurden die Wege in dem Tal durch Anwohner dennoch begangen, so dass Handlungsbedarf bestand, die OTZ berichtete.

„Für fünf Jahre gebe ich Gewähr“, erklärte der Tiefbauamts-Chef

Neumann zufolge werde diese „sparsame Version“ der Sanierung des Siechenbachtales ein paar Jahre halten. „Für fünf Jahre gebe ich Gewähr“, erklärte Neumann. Für die Verwendung von Holz sei das schattige und feuchte Tal nicht besonders geeignet. Wie der Tiefbauamtschef weiter erklärte, müsse das Siechenbachtal in den nächsten zehn Jahren trotz der nun eingeleiteten Notmaßnahmen grundsätzlich saniert werden. Die Kosten dafür schätzt er auf etwa eine Million Euro. Der Grund für die Höhe der Kosten begründe sich insbesondere durch die schlechte Zugänglichkeit für Bautechnik, was die Kosten erhöhe.

Die Baudezernentin Bettina Fiedler (CDU) erklärte den Bauausschuss-Mitgliedern, dass die Stadt eigentlich „einen anderen Anspruch“ an die Sanierung des Tales habe. Jedoch „können wir es nicht in dem jetzigen Zustand lassen“. Die nun erfolgenden Arbeiten seien „nicht das Optimum“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.