Meine Meinung

Der Natur am nächsten

Robin Kraska

Robin Kraska

Foto: Peter Michaelis

Robin Kraska über Anglerglück in der Coronazeit.

Gut, seien wir ehrlich: Auf dem Bolzplatz dem runden Leder hinterherzujagen oder Bestzeiten auf dem Sportplatz aufzustellen, dürfte bei den meisten Kindern und Jugendlichen bei der Vereinswahl höher im Kurs stehen als Angeln. Trotzdem freut sich der Angelverein Saalfeld/Saale über steigenden Zuspruch vor allem der jüngeren Generation. Sie haben gegenüber ihren kickenden Altersgenossen den Vorteil, ihr Hobby auch im Lockdown einfacher ausüben zu können.

Natürlich sollen jetzt keine Vereine und Steckenpferde gegeneinander ausgespielt werden. Allen Jungen und Mädchen, die momentan auf ihren gewohnten Vereinssport oder auch Musikunterricht verzichten müssen, ist schnellstmögliche Normalität zu wünschen. Ich möchte hoffen, dass wir auf einem guten Weg dahin sind.

Unabhängig davon könnte es sich lohnen, eingebrannte Bilder im Kopf zu überdenken. Wie mir mein Besuch auf dem Weidig ziemlich schnell verdeutlichte, ist Angeln beileibe kein reiner Altherrensport, weder „Alt“, noch ausschließlich „Herren“. Von Frevel kann ebenso keine Rede sein. Der Natur, ist sich Vereinschef Hartmut Martin ziemlich sicher, sind die meisten Petrijünger viel näher, als jene, die am am lautesten wettern.

Saalfelder Angler erleben Zulauf in der Corona-Pandemie