Digitalisierung der Bauaufsicht Saalfeld-Rudolstadt schreitet voran

Saalfeld  Die Bauaufsicht von Saalfeld-Rudolstadt hat im vergangenen Jahr 1564 Fälle bearbeitet - zwei Drittel davon auf digitalem Weg.

Die Bauaufsicht von Saalfeld-Rudolstadt hat im vergangenen Jahr 1564 Fälle bearbeitet - zwei Drittel davon auf digitalem Weg

Die Bauaufsicht von Saalfeld-Rudolstadt hat im vergangenen Jahr 1564 Fälle bearbeitet - zwei Drittel davon auf digitalem Weg

Foto: Funke-Archiv / Symbolbild

Bei den Beschäftigten der Bauaufsicht des Landkreises sind im abgelaufenen Jahr 1564 Anträge eingegangen und zumeist abschließend bearbeitet worden. Das sind 51 mehr als im Jahr 2019. Dabei gab es leichte Verschiebung bei der Art der zu bearbeitenden Fälle.

Insbesondere beim sogenannten „vereinfachten Verfahren“ stieg die Zahl der Anträge um 12 Prozent. Dieses Verfahren ist hauptsächlich für den Bau von Einfamilienhäusern, Garagen, Wintergärten oder auch Werbeanlagen anzuwenden. Insgesamt wurden rund zwei Drittel aller Anträge digital bearbeitet.

Die Bearbeitung von Vorbescheiden stieg im gleichen Zeitraum um 42 Prozent. Letztere dienen der Feststellung, ob ein Bauvorhaben grundsätzlich mit dem Baurecht vereinbar ist. Der Vorteil für Bauherren dabei ist, dass ohne größere Planungskosten vorab geprüft werden kann, ob ein Projekt überhaupt genehmigungsfähig ist. Für den eigentlichen Bauantrag ist dann eine erheblich detailliertere Planung erforderlich.

Digitale Bauakte eingeführt

Das gestiegene Antragsaufkommen haben die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter im Sach-gebiet Bauordnung parallel zur schrittweisen Einführung der digitalen Bauakte bearbeitet. „Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie diese Doppelbelastung noch dazu im Coronajahr bewältigt haben“, lobte Landrat Marko Wolfram.

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hatte als erster Landkreis Thüringens zum Jahresbeginn 2020 mit der Einführung der elektronischen Bauakte begonnen. Ziel ist die Digitalisierung des gesamten Baugenehmigungsverfahrens von der Antragstellung über -bearbeitung, Beteiligung Träger öffentlicher Belange bis hin zum Bescheid-Erlass und Abwicklung der anfallenden Verwaltungsgebühren.

Nach vollständiger Umstellung auf die digitale Bearbeitung wird zur Antragstellung nur noch ein Internetanschluss und eine E-Mail-Adresse benötigt. In diesem Jahr werden der Denkmalschutz und die Bauleitplanung in die Digitalisierung eingebunden.