Elf junge Menschen beginnen Ausbildung zum Altenpfleger bei der Awo in Rudolstadt

Rudolstadt  „Sie alle werden gebraucht“, sagte Awo-Geschäftsführer Hans Heinrich Tschoepke am Montag bei einem Treffen zum Start in das neue Ausbildungsjahr.

Bei der Awo Rudolstadt haben in diesem Jahr elf junge Menschen eine Ausbildung zum Altenpfleger begonnen. Der Arbeitgeber ist auch attraktiv für Studenten der Berufs­akademie.

Bei der Awo Rudolstadt haben in diesem Jahr elf junge Menschen eine Ausbildung zum Altenpfleger begonnen. Der Arbeitgeber ist auch attraktiv für Studenten der Berufs­akademie.

Foto: Heike Enzian

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„Ich könnte das nicht mit den alten Leuten“. Diesen Satz hört Manuel Klank aus Bad Blankenburg des Öfteren, wenn er über seinen Beruf spricht. Aber der 38-Jährige ist sich sicher: „Ich hab alles richtig gemacht“. Mit Mitte 30 kommt er über eine Probearbeit, vermittelt vom Arbeitsamt, in das Awo Seniorenheim in Volkstedt-West. Vorher hat er auf dem Bau gearbeitet. Er bleibt, absolviert die einjährige Ausbildung zum Sozialassistenten und schließt jetzt die Ausbildung zur Fachkraft in der Altenpflege an. Für ihn die beste Entscheidung. „Wenn du bereit bist zu sagen, ich mache das, dann hast du auch gute Chancen aufzusteigen“, sagt er. Manuel Klank ist heute Sprecher der Auszubildenden bei der Awo Rudolstadt.

Auch für Colien Hoffmann hat mit der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Die 18-Jährige hat bereits ein Freiwilliges soziales Jahr im Altenheim absolviert, sich dann aber für eine Lehre zur Hotelfachfrau entschieden. Bald aber merkt sie: „Das ist nichts für mich“. Jetzt ist sie zurück und findet: „Es ist doch schön für die Bewohner, wenn sie sehen, es gibt auch junge Leute, die sich für diesen Beruf interessieren“. Das meint auch Julia Schmidt, die aus Rheinland-Pfalz nach Thüringen gekommen ist.

Es sind drei von elf jungen Frauen und Männern, die in diesem Jahr eine Ausbildung in der Altenpflege bei der Awo in Rudolstadt begonnen haben. Für sieben ist es die erste Lehre, vier sind Umschüler. Dazu kommen zwei Studentinnen der Berufsakademie. Insgesamt sind es 22 junge Menschen, die hier auf einen Abschluss hinarbeiten.

„Sie alle werden gebraucht“, sagte Awo-Geschäftsführer Hans Heinrich Tschoepke gestern bei einem Treffen zum Start in das neue Ausbildungsjahr. „Wir werden für sie kämpfen, dass sie im Unternehmen bleiben können“. Dafür muss der Arbeitgeber auch Anreize schaffen wie die Gesundheitsvorsorge oder den Gesundheitsbonus. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, aber wir lassen es uns auch 130 000 Euro im Jahr kosten“, so der Chef.

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