Erneuter Feuerwehreinsatz in Katzhütte: Glutnest an Brandstelle

Katzhütte.  Nachdem am Montag vier Wohnhäuser in Katzhütte durch einen Brand unbewohnbar wurden, musste die Feuerwehr einen Tag später erneut ausrücken: Ein Glutnest war entflammt.

Nach dem Brand von vier Wohnhäusern am Montag im Katzhütter Ortsteil Oelze (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) bittet die Stadt um Spenden für die Opfer.

Nach dem Brand von vier Wohnhäusern am Montag im Katzhütter Ortsteil Oelze (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) bittet die Stadt um Spenden für die Opfer.

Foto: NEWS5

Am Mittwochmorgen hat die Feuerwehr Oelze ihren vorläufigen Einsatzbericht von Brand am Montagmorgen in der Eisfelder Straße in Katzhütte veröffentlicht. Auf der Facebook-Seite ist dabei auch davon die Rede, dass am Dienstagabend erneut ein Glutnest entflammt war.

In der Chronologie der Ereignisse schreibt die Einsatzleitung: „Die letzten beiden Tage haben uns und vielen anderen Kameraden viel abverlangt. Am Montag um 7.30 Uhr wurden wir mit weiteren Wehren zu einem Wohnhausbrand in die Eisfelder Straße alarmiert. Bei Ankunft an der Einsatzstelle war der Brand im Inneren des Gebäudes schon weit fortgeschritten. Binnen kürzester Zeit kam es zur Durchzündung. Durch die enge Bebauung griff der Brand im Dachstuhl auf die beiden Nachbarhäuser über. Im Verlaufe des Einsatzes wurde weitere Kräfte nachgefordert. Der Außenangriff wurde unter anderem über zwei Drehleitern geführt. Mehrere Trupps kamen im Innenangriff in den Nachbarhäusern zum Einsatz. Trotz des massiven Kräfteeinsatzes konnten die direkt angrenzenden Gebäude nicht gerettet werden. Der Brand konnte erst zu den übernächsten Gebäuden abgeriegelt und dieses gehalten werden.

Uneinsichtige Autofahrer erschweren Löscharbeiten

Die tiefen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten. Ebenfalls behinderten uneinsichtige Autofahrer die Arbeiten. Die Absperrmaßnahmen wurden zwar von den meisten Fahrern akzeptiert, aber leider nicht von allen.

Am Dienstagmorgen um 9 Uhr wurden unsere Einsatzkräfte von Nachbarwehren für die Brandwache abgelöst. Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft des Löschfahrzeuges blieb nur wenig Zeit für Schlaf. Um 13 Uhr übernahmen wir erneut die Einsatzstelle. Der Rückbau der Wasserversorgung und die Absperrmaßnahmen an den Gebäuden wurden durchgeführt. Um 18 Uhr war die gesamte Einsatzbereitschaft am Gerätehaus wiederhergestellt und der Einsatz zunächst beendet. Gegen 18:45 Uhr bemerkten Anwohner eine erneute Rauchentwicklung an einem der Gebäude. Eine erneute Alarmierung der örtlichen Wehren und der Feuerwehr Oberweißbach mit der Drehleiter war erforderlich. In einer Zwischendecke hatte sich ein Glutnest ausgebreitet. Gegen 21 Uhr war der Einsatz für die Kräfte beendet.“

Die Feuerwehr dankt allen eingesetzten und unterstützenden Kräften der Feuerwehren und des Rettungsdienstes, sowie der Bergwacht für die gute Zusammenarbeit und Hilfe! Zwischenzeitlich waren bis zu 160 Kräfte im Einsatz. Ein großer Dank gelte auch den Anwohnern und den Einwohnern des Ortes, welche die Einsatzkräfte mit Verpflegung versorgten. Solch eine Unterstützung sei nicht selbstverständlich.

Über 24 Stunden am Stück im Einsatz

Ein ganz besonderer Dank richtete die Wehrleitung an die Einsatzkräfte: „Jungs ihr seid spitze! Über 24 Stunden am Stück im Einsatz und danach mit nur wenigen Stunden Schlaf wieder raus. Auch unsere Frauen haben im Hintergrund einen großartigen Job gemacht! Die Verpflegung war durch sie sichergestellt. Wen wir auch nicht vergessen wollen sind die Partner, Ehepartner und Kinder unserer Kameraden, die viele Stunden auf uns verzichten mussten.“

Im Einsatz waren: die Feuerwehren aus Oelze, Katzhütte, Oberweißbach, Schmiedefeld, Saalfeld, Königsee, Leutnitz, Dietrichshütte, Großbreitenbach, Altenfeld, Goldisthal, Meura, Meuselbach, Mellenbach und Cursdorf, der DRK Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt, die Bergwacht Meuselbach, die Thüringer Polizei und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz Saalfeld-Rudolstadt.

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