FDP-MdB aus Breternitz: „Wer wählen kann, soll auch Auto fahren dürfen“

Berlin/Breternitz.  Der FDP-Bundestagsabgeordnete Reginald Hanke aus Breternitz setzt sich für einen Pkw-Führerschein ab 16 ein - geholfen hat es bisher wenig.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Reginald Hanke vor seinem Bürgerbüro am Saalfelder Markt.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Reginald Hanke vor seinem Bürgerbüro am Saalfelder Markt.

Foto: Thomas Spanier

Die Diskussion um den Moped-Führerschein ab 15, die derzeit in Thüringen läuft, sei ja gut gemeint, noch besser aber sei der Führerschein der Klasse B ab 16. „Wenn junge Menschen ab 16 politische Verantwortung in Wahlen übernehmen sollen, wie auch von der Bundes-FDP gefordert, dann können sie auch im Straßenverkehr Verantwortung für sich und andere übernehmen“, so der FDP-Bundestagsabgeordnete Reginald Hanke in einer Mitteilung.

Es ist seit Jahr und Tag eine Herzensangelegenheit des Malermeisters aus Breternitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, die individuelle Mobilität von Jugendlichen, vor allem im ländlichen Raum, auf diese Weise zu stärken. Der Mopedführerschein helfe bei schönem Wetter und für kurze Strecken. „Der Führerschein der Klasse B ab 16 ist witterungsunabhängig ganzjährig nutzbar und näher an den Bedürfnissen junger Menschen“, so Hanke, der seit einem Jahr als Nachfolger von Thomas Kemmerich im Bundestag sitzt.

Bundesregierung verweist auf einen Modellversuch auf EU-Ebene

Forderungen zum Führerschein ab 16 existierten bereits seit mehreren Jahren, passiert sei bisher nichts. Laut Antwort auf seine Anfrage an die Bundesregierung setze sich das Verkehrsministerium auf EU-Ebene für einen Modellversuch ein. „Überzeugend ist das nicht, schon viel zu lange wird das Thema diskutiert und aus Expertenkreisen gefordert. Die Bundesregierung muss hier den Druck erhöhen und auf zeitnahe Lösungen dringen“, fordert der Liberale.

Junge Menschen könnten im ländlichen Raum wegen mangelnder Mobilität oft keinen Ausbildungsplatz in der eigenen Region annehmen. „Das ist eine elementare Einschränkung im Leben der jungen Menschen, aber auch für die Firmen der Region“, so Hanke. Auch für die Freizeitgestaltung sei Mobilität unerlässlich, um Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe, wie Tanzstunden, Musikunterricht, Fußballtraining, Kino und Nachhilfeunterricht besser zu ermöglichen. „Anders wird sich der Wegzug von jungen Menschen aus ländlichen und strukturarmen Regionen nicht aufhalten lassen“, ist der FDP-Politiker überzeugt.