Fitnessstudio-Betreiber in Saalfeld: Ein stilles Protest-Zeichen gegen Corona-Politik

Saalfeld.  Jörg Schmidt, Betreiber des Fitness-Camp in Saalfeld und Rudolstadt, über seine Kritik an der Corona-Politik.

Jörg Schmidt.

Jörg Schmidt.

Foto: Dominique Lattich

Für Montag rief Fitness-Camp-Betreiber Jörg Schmidt im Internet dazu auf, ein Licht vor dem Geschäft zu entzünden und damit ein stilles Zeichen zu setzen, dass man mit der aktuellen Corona-Politik nicht zufrieden ist. Corona-Blog: Festivalveranstalter planen bereits für Saison 2021 - Angehörige im Jenaer Hospiz dürfen besucht werden

1. Was finden Sie, läuft derzeit schief?

Für Gesundheit braucht es ein starkes Immunsystem. Dazu gehört neben gesunder Ernährung auch Sport. Wir verstehen uns nicht als klassische Muckibude. Es geht um Bewegung und darum, etwas für den Körper zu tun, etwas, das ihn stärkt gegen sämtliche Viren. Wir leugnen Corona nicht. Aber die Fitnessstudios zu schließen, obwohl nicht nachgewiesen werden konnte, dass sich dort mal jemand mit Corona infiziert hat, ist aus unserer Sicht der falsche Ansatzpunkt. Wir haben alles für ein gutes Hygienekonzept getan, wir haben unsere Geräte desinfiziert, bis sie sich förmlich aufgelöst haben.

2. Worauf wollen Sie die Menschen aufmerksam machen?

Um es so zu beschreiben: Ich habe eine Werbung der Bundesregierung gesehen, in der ein Mann vom Winter 2020/21 erzählt und davon, dass alle Helden waren. Zu sehen war jemand, der den ganzen Tag auf dem Sofa lag, Chips und Fast Food aß und Cola trank. Da wird mir schlecht. So bleibt man nicht gesund – im Gegenteil. Wer möglicherweise auf Online-Training umsteigt, läuft Gefahr, Fehler zu machen, die nicht durch einen Trainer korrigiert werden.

3. Wie sind Sie durch den ersten Lockdown gekommen und was tun sie im jetzt?

Wir haben die Zeit genutzt, etwas zu renovieren. Es war immer jemand hier, um Anrufe und Anfragen entgegen zu nehmen. Wir haben Online-Videos erstellt, damit die Leute zu Hause wenigstens ein bisschen trainieren können. Das machen wir auch jetzt. Wir wollen jetzt jeden Montag Lichter entzünden, gern auch mit unseren Mitgliedern. Ich freue mich, dass unserem Aufruf so viele Menschen folgten.

Es fragte: Dominique Lattich

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