Geflügel im Kreis Saalfeld-Rudolstadt darf wieder ins Freie

Gänse in einer privaten Geflügelzucht.

Gänse in einer privaten Geflügelzucht.

Foto: Jens König

Saalfeld.  Das Veterinäramt hebt die Sperrmaßnahmen und Stallpflicht nach erfolgreicher Bekämpfung der Geflügelpest für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt auf.

Ab Montag, 3. Mai, sind die vom Veterinäramt erlassenen Allgemeinverfügungen mit Sperrmaßnahmen und Verbringungsverboten für Geflügelhalter in den Restriktionszonen um den Ausbruchsbestand der Geflügelpest aufgehoben. Geflügel im gesamten Landkreis darf also wieder im Freien gehalten werden.

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, mussten im Rudolstädter Ausbruchsbetrieb mit einem kleinen Hühnerbestand im Rahmen der Bekämpfung alle Tiere getötet werden. Der Halter habe umfangreiche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt, die gewährleisten, dass die Infektionsgefahr von dort gebannt ist.

Amtstierärztliche Untersuchungen weiterer Geflügelbestände haben keinen weiteren Verdacht ergeben. Zum einen wurden ausgewählte Bestände im Drei-Kilometer-Radius um den Ausbruchsbestand untersucht, zum anderen Bestände von Tierhaltern im Landkreis, die Geflügel bei einem Händler gekauft hatten, der ungewollt auch infizierte Tiere abgegeben hat.

Zu beachten sei jedoch, dass in anderen Bundesländern noch immer die Geflügelpest bei Wildvögeln nachgewiesen wird. Zur Vermeidung eines möglichen Eintrages der Seuche in ihren Bestand müssen auch Hobbyhalter von Geflügel und anderen Vögeln vorbeugende Maßnahmen einhalten. So dürfen Futter und Tränkwasser sowie die Lagerung von Futter und Einstreu nur an Stellen erfolgen, die für Wildvögel unzugänglich sind.

Ställe oder sonstige Standorte von Geflügelhaltungen sind gegen unbefugten Zutritt sichern. Hygienische Händereinigung ist vor jedem direkten Tierkontakt erforderlich, dazu ist der indirekte Eintrag, etwa durch Schuhwerk, zu unterbinden. „Bei Verdachtsfällen ist weiterhin schnelles Handeln notwendig“, fordert Amtstierarzt Stephan Zschimmer alle Geflügelhalter auf. Dann ist unverzüglich der bestandsbetreuende Tierarzt zur Abklärung der Ursachen heranzuziehen. Halter sollten parallel das Veterinäramt informieren, Telefon 03672/82 37 32.